Kerzen & Teelichthalter

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Kerzen & Teelichter

Inhaltsverzeichnis:

> Was sind Stumpenkerzen?

> Materialien für Stumpenkerzen

> Symbolik von Kerzen in der Geschichte

> Moderne Verwendung von Stumpenkerzen

> Elektrische Alternative zur Stumpenkerze

> LED-beleuchtete Kerzenimitate

> Stumpenkerzen als Teelichter

> Stumpenkerzen selbst herstellen

> Unser Fazit zu Stumpenkerzen

Was sind Stumpenkerzen?

Als Stumpenkerze wird eine besonders dicke Kerze aus Wachs und mit Docht bezeichnet. Der Durchmesser und die Kerzenhöhe können variieren. Das Gewicht der Stumpen förmigen Kerze ist immer höher als bei anderen Kerzen. Durch diese besondere Bauform brennt die Kerze besonders lange. Außerdem lässt sich der Korpus einer Stumpenkerze mit Motiven schmücken und so im passenden Kerzenhalter für viele Anlässe verwenden. Auch als Duftkerze ist sie erhältlich, beispielsweise mit Vanille oder Beerenduft.  

Als Material für sogenannte Wachskerzen wird überwiegend Paraffin verwendet. Dessen Schmelzpunkt liegt bei 55 °C. Aus dem nachwachsenden Rohstoff Stearin werden ebenfalls Stumpenkerzen oder Stumpen förmigen Kerzen bzw. Stabkerzen hergestellt. In vielen Manufakturen werden beide Materialien miteinander zu einem etwas höherwertigen Wachs gemischt. 

Etwas Besonderes und deshalb auch als Geschenk beliebt, ist eine Stumpenkerze aus Bienenwachs. Sie sieht goldgelb aus und duftet beim Abbrennen ohne zugesetzte synthetische Duftstoffe. 

Paraffin und Stearin ergeben zunächst einen weißen Kerzenkörper. Solch schlichte Deko ist aber nur teilweise gefragt. Deshalb setzen die Hersteller Farbpigmente zu, die sich im Wachs auflösen und die Stumpenkerze, aber auch die Stabkerzen, durchfärben. Jedoch können die Farbpigmente den Docht verstopfen und die Kerze ungleichmäßig abbrennen lassen. Besonders preiswerte Kerzen sind nicht durchgefärbt. Sie werden nach Erkalten des Rohkörpers in gefärbtes Wachs getaucht und bekommen dadurch ihren farbigen Mantel. 

Einen eigenen Duft verströmt nur eine Stumpenkerze aus Bienenwachs. Dies wird durch die Gewinnung des Bienenwachses aus natürlichen Waben von Bienenstöcken verursacht. Wer generell Duftkerzen bevorzugt, sollte statt der Stumpen förmigen Kerze auf als duftend beschriebene Kerzenvarianten achten. Hier werden meist mit Duftstoffen versetzte Wachsgranulate in einen Behälter gepresst. Durchaus können Behälter und Inhalt optisch eine Stumpenkerze imitieren. 

Besonders in der Adventszeit kommt die Stumpenkerze zu ihrem Glanz und sorgt für Gemütlichkeit. Sie beleuchtet in Weiß, Rot oder Violett den Adventskranz. Einzelne, größere Exemplare stehen als Deko mit teilweise künstlerisch gestalteter Oberfläche am Boden, auf großen Leuchtern oder einem anderen wachs- und feuerfesten Gefäß. Wegen der zahllosen Gestaltungsmöglichkeiten verwendet sogar die Werbeindustrie Wachskerzen mit dickem Körper als Deko zu Marketingzwecken. Der Rohkörper einer Stumpenkerze muss nicht unbedingt komplett abgebrannt werden.
 

Wer lieber auf die Sicherheit einer elektrischen Kerze setzt, kann in einen entsprechend breiten und hohen Rohling ein elektrisches Teelicht setzen. Dieses flackert wie eine richtige Wachsflamme und scheint teilweise durch den oberen Teil des Kerzenkörpers hindurch. Ebenfalls ist es sparsam, ein echtes Teelicht in der gleichen Weise obenauf in die Stumpenkerze zu stellen. Vor allem für Rohlinge aus teuren Wachsvarianten ist dies eine attraktive und wachssparende Alternative, die im Kerzenhalter auch gut zur Geltung kommt.

Stumpenkerzen lassen sich mit verschiedenen Methoden selbst herstellen. Für eine Stumpenkerze aus Bienenwachs wird die Wachswabe um den Docht gewickelt und mit den Fingern der Stumpen in Form geknetet. Für eine gleichmäßig glatte Oberfläche wird die fertige Kerze zuletzt auf Tisch oder Brett gerollt. Aber auch die Reste der bereits abgebrannten Kerze ergeben wieder eine neue Form. Sie werden gesammelt, geschmolzen und in ein Gefäß mit vorbereitetem, mittig platziertem Docht gegossen.

Materialien und Herstellungsmethoden für Stumpenkerzen

Das am häufigsten verwendete Material für Stumpenkerzen ist Paraffin, genauer gesagt Hartparaffin. Dieses Nebenprodukt der Erdölherstellung hat seinen Schmelzpunkt bei ca. 55 °C. Kritiker sehen ein Gesundheitsrisiko durch den Paraffin-Feinstaub, der beim Abbrennen einer solchen Kerze in der Atemluft entsteht. Doch Verbraucherschützer beruhigen: Nur bei starker Rußentwicklung sollte eine solche Wachskerze gelöscht werden. Insgesamt ist eine Belastung selbst beim Abbrennen einer ganzen Reihe dieser leuchtenden Deko für Erwachsene, Kinder, Allergiker und Haustiere unbedenklich. 

Das Kerzenmaterial Stearin wird aus Pflanzenfett (Palmöl) gewonnen. Es ist weniger elastisch als Paraffin und schmilzt erst bei ca. 65 °C. Doch für die Gewinnung dieses nachwachsenden Rohstoffs werden in den Anbauländern Flächen des tropischen Regenwaldes gerodet. Auf dem Markt der Deko aus Kerzen konnte sich Stearin daher neben Paraffin nicht global durchsetzen. Das liegt möglicherweise auch an dem generell höheren Preis für reine Stearinkerzen. Häufig sind Stumpenkerzen aus einer Mischung von Palmöl und Paraffin anzutreffen. Bei dieser Mischform ist eine gute Qualität und Kerzengüte der Kerze am Gewicht zu erkennen. Je schwerer die rustikale Stumpenkerze ist, desto länger brennt sie. Auch die Rußentwicklung ist bei höherwertigen Kerzen und korrekter Verwendung wesentlich geringer als bei leichteren und preisgünstigen Varianten. 

Traditionell werden Kerzen aus Bienenwachs gedreht. Bienenwachs ist nicht weiß wie Paraffin oder Stearin, sondern goldgelb. Während die anderen Materialien geruchlos verbrennen, verströmt eine Stumpenkerze mit hoher Kerzengüte aus Bienenwachs gleichzeitig einen feinen Honigduft und verbreitet so natürliche Gemütlichkeit. Jedoch ist Bienenwachs ein seltener Rohstoff. Der Preis solch naturnaher Deko ist deshalb deutlich höher als für eine gewöhnliche Kerze. 

Das Kerzenziehen

Das Kerzenziehen ist ein uraltes Herstellungsverfahren für Stumpen- und andere Wachskerzen. Dafür wird ein Dochtstrang durch flüssiges Wachs gezogen. Ist dieses erkaltet, folgt die nächste Schicht usw. Am Ende entsteht eine Kerze von bis zu acht Zentimetern Dicke. Das flüssige Wachs ist eigentlich weiß. Um bunte, durchgefärbte Kerzen zu ziehen, werden feine Farbpigmente zugesetzt oder die fertig gezogene Kerze am Schluss in einen Mantel von buntem Wachs gehüllt. Eine Stumpenkerze mit Reliefmotiven wurde höchstwahrscheinlich durch Kerzengießen in einer Form hergestellt. Oder die Kerze wurde gezogen und anschließend mit einer weichen, einseitigen Reliefform aus Wachs beklebt. In beiden Fällen ist solche Deko nicht nur für Weihnachten etwas Außergewöhnliches. 

Das Gießen ist übrigens eine Methode, die auch privat für Kerzenreste angewendet werden kann. Für den Adventskranz ist eine Stumpenkerze eher schlicht gestaltet. Soll sie aber zur einzeln aufgestellten Deko für Weihnachten werden, sind Wachsbänder oder ein ganzer Mantel von weihnachtlichen Motiven um den Kerzenkörper geklebt. Auf einer Adventskalender-Kerze von solchem Durchmesser können als Abziehbild Ziffern, Figuren und andere Deko aufgeklebt sein. Beim Abbrennen schmelzen diese Verzierungen in der Regel ohne Rußentwicklung mit herunter.  

Symbolik von Kerzen in der Geschichte

Bereits aus Zeiten vor 5.000 Jahren ist die Herstellung und Verwendung von Vorläufern der modernen Wachskerze dokumentiert. Geschätzt wird, dass schon lange vorher (eventuell schon vor 40.000 Jahren) Menschen brennbare Naturmaterialien in Wachs oder Talg tauchten und so als Hilfe gegen die Dunkelheit nutzten. Aber von ersten Lampenschalen zur brauchbaren Stumpenkerze in Innenräumen dauerte es bis mindestens zum zweiten Jahrhundert nach Christus. Vor allem für kirchliche Zwecke wurden immer mehr Kerzen gebraucht. Bienenwachs war extra hierfür im Mittelalter ein kostbares Handelsgut. Schon im 11. Jahrhundert gab es eine französische Lichtzieher-Innung in Frankreich. In Deutschland etablierte sich der Kerzenzieher 300 Jahre später mit eigener Hamburger Kerzenzieher-Innung.
Noch für viele Jahrhunderte gab es neben Wachskerzen auch Talgkerzen und für beide Varianten eigene Händlergesellschaften. 

Die Ur-Symbolik der Kerze war ab Beginn in der Geschichte ihre lichtspendende Eigenschaft. Mit Entstehung der christlichen Religion diente sie auch als Erkennungszeichen der ersten Christen. So brannte dort in der Adventszeit eine Stumpenkerze im Fenster. Gleichgesinnte wussten, dass sie hier willkommen waren.
Trotz dieser Wandlung in der Symbolik blieb die kurzlebige Helligkeit einer Kerze weiterhin von wichtiger Bedeutung für die Menschen. Als „Licht der Welt“ beschreibt die christliche Religion auch Jesus Christus. Ihm zu Ehren brennt eine meist geweihte, geschmückte Stumpenkerze in Übergröße auf dem Altar. Zu Weihnachten werden die Kerzen in der Kirche als Symbol für seine Geburt entzündet. Zu Ostern brennen sie als Symbol für seine Auferstehung. In den Familien dient das fein flackernde Licht auch romantischen Zwecken oder als feine Deko für besondere Anlässe. 

Der Gleichstellung des Kerzenlichts mit dem Lebenslicht entspricht auch die Verwendung von Grabkerzen. Hierbei handelt es sich um eine Sonderform von Stumpenkerzen, und zwar gepresstes Wachsgranulat in einer sturmfesten Hülle aus nicht brennbarem Kunststoff. Solche Varianten werden mindestens zu Allerseelen, um den Totensonntag oder zu anderen Gedenkanlässen auf Gräbern und Friedhöfen entzündet. 

Auch für Menschen ohne religiösen Bezug hat das Licht einer Kerze eine positive Symbolik. Wo eine Stumpenkerze flackert, wird die Raumumgebung in ein schummriges statt grelles Licht getaucht und der Raum in Gemütlichkeit getaucht. Auf dem Tisch begleiten Kerzen Familienjubiläen oder sogar jede Mahlzeit. Schon für Kinder brennt zum ersten Geburtstag eine Kerze als Glückwunsch und Hoffnung auf ein langes, helles Leben. Denn die Helligkeit der Kerze symbolisiert für viele Menschen auch Fröhlichkeit, vor allem in der dunklen Jahreszeit.  

Moderne Verwendung von Stumpenkerzen

Mit der Möglichkeit, sie mit LEDs auch elektrisch, zu betreiben, haben sich die Verwendungsmöglichkeiten von Stumpenkerzen vervielfacht. Außer zu Weihnachten werden sie auch zu diesen Anlässen geschmückt und entzündet:

Stumpenkerzen in der Adventszeit

Die Adventssonntage sind Bestandteil des Kirchenjahres. Somit gehört das Entzünden solch großer und dicker Wachskerzen bei allen Messen und Gottesdiensten zur Tradition auch in dieser Zeit. Spätestens am Heiligabend wird eine gestiftete und geweihte Stumpenkerze in Übergröße feierlich während des Krippenspiels entzündet. Solche großen Kerzenvarianten sind wahre Kunstwerke, meist in Spezialformen gegossen oder mit künstlerisch gestalteten Wachsplatten ummantelt. Privat brennt die Stumpenkerze auf dem Adventskranz. Achten Sie beim Kauf, z.B. in unserem Onlineshop, der Stumpen auf eine lange Brenndauer. 

Wer das Kunsthandwerk und die hohe Kerzengüte der Kerzengießer mag, schafft sich mindestens einmal pro Generation eine große Kerze mit weihnachtlichen Motiven an. Doch wegen des Preises und der filigranen Motive werden solche Modelle nicht direkt entzündet. Wo der Docht sitzt, wird dort ein Loch in passender Größe ausgeschnitzt. LED-Teelichter ersetzen den Kerzenschimmer, und der wertvolle Kerzenkörper bleibt erhalten.

Stumpenkerzen zu besonderen Anlässen

Der Klassiker zur Taufe. Zu diesem Anlass bekommen Kinder in christlichen Familien eine Stumpenkerze mit Aufschrift geschenkt. Während der Kirchenzeremonie wird dieses Lebenslicht geweiht und von älteren Kindern der Familie oder Verwandtschaft mit der eigenen Taufkerze entzündet. Das Besorgen der Taufkerze übernehmen in der Regel Patenonkel oder Patentante, gern zusammen mit den Eltern der Täuflinge. Auch diese Kerzen weisen eine hohe Brenndauer auf.
 

Zur Hochzeit ist die fein geschmückte Hochzeitskerze in Weiß eine unverzichtbare, klassische Deko. Auch nicht kirchliche Hochzeitsfeste leben von der Farbe Weiß für die Unschuld und vom warmweißen Licht weißer, mit Rosen und/oder Tauben geschmückter Kerzen. Außer der großen Schmuckkerze brennen üblicherweise zu diesem Anlass auf jedem gedeckten Tisch kleinere Varianten der Hochzeitskerze. Statt weißer Ausführungen sind das häufig Teelichter von gepresstem Wachs oder in elektrischer Variante als LED-Licht.

Stumpenkerzen als Werbedeko

Der Preis für kleine Stumpenkerzen ist für jedermann erschwinglich geworden. Gleichzeitig lassen sich die wächsernen Kerzenkörper beliebig dekorieren. Die Werbeindustrie nutzt diese Form der Deko als preisgünstige Möglichkeit, sich mit solch kleinen Geschenken bei Geschäftsfreunden, Mitarbeitern und Kunden zur Weihnachtszeit zu bedanken. Dabei ist die Möglichkeit des Einfärbens günstig und preiswert und somit optimal für die Stärkung des Corporate Designs geeignet. Außer zum Verschenken ist wächserne Deko als Werbemittel auch zur Gestaltung von Promotionveranstaltungen oder Messeständen geeignet. Jedoch werden hierfür Stumpenkerzen aus Sicherheitsgründen nicht verwendet. Üblicher sind Imitate von gleichem Aussehen, die durch LED-Leuchtmittel im Innern beleuchtet werden. Um ein Flackern zu simulieren, können auch elektrische Teelichter im Kerzenkörper aus Acryl, Glas oder Kunststoff enthalten sein.  

Elektrische Alternative zur Stumpenkerze

Trotz elektrischer Alternativen erfreuen sich klassische Wachskerzen im Advent ungebrochen großer Beliebtheit. Leider ist aus Sicherheitsgründen der Betrieb mit offener Flamme nicht überall möglich. Aber auf das beliebte Flackern, die heimelige Gemütlichkeit und bei Bienenwachskerzen den Duft muss niemand verzichten. Solche Alternativen begleiten oder ersetzen die besondere Atmosphäre klassischer Kerzen:

LED-beleuchtete Kerzenimitate

LED-Leuchtmittel ersetzen bei Deko für Weihnachten immer häufiger die vorher üblichen Glühbirnen. Der Grund dafür ist die hohe Lebensdauer bei garantiert ausgeschlossener Erhitzung der Leuchtmittel. Außerdem sind die Gestaltungsmöglichkeiten mit zunehmender Entwicklung der LED-Technologie schier unerschöpflich. Beliebt ist das Ausschneiden am Kerzenkopf in der Größe elektrischer Teelichter. Diese sind ebenfalls LED betrieben und imitieren vielfach außer der Form der Flamme auch deren unstetes Flackern. Mit akkubetriebenen LED-Bändern lassen sich Kerzen oder auch Kerzenhalter durch Aufkleben eines Streifens effektvoll schmücken. Ebenso sind teilweise Kerzenkörper statt aus Wachs aus durchschimmernden Kunststoffen gestaltet. Darinnen brennen die elektrischen Leuchtmittel teilweise in unterschiedlicher Höhe. So lässt sich sogar das Herunterbrennen von Wachs im Verlauf der Adventszeit (Brenndauer) simulieren.

Stumpenkerzen als Teelichter

Teelichter sind die niedrigste Form der dicken Wachskerze von vergleichsweise großem Durchmesser. Sie brennen nicht nur zu Weihnachten. Ihr kleines Licht ist beinahe zu jeder Jahreszeit Teil der Wohnungs- und Tischdekoration. Doch als Schmuck im Fenster oder an brandempfindlichen Stellen sind Teelichter aus Wachs trotz sicherem Teelichthalter nicht geeignet. Hier helfen elektrische Alternativen, dennoch das bescheidene Licht nachzuahmen. LED-Teelichter sind auch als Bastelgrundlage beliebt. Auf dem Kunststoff kann gemalt, geklebt oder gesteckt werden. Wichtig bei der Gestaltung der elektrischen Teelichter zu Weihnachtsmotiven wie Rentierkopf oder Schneemann ist, dass der Einschaltbereich freigehalten wird. Ansonsten können die künstlichen Stumpenkerzen beliebig gehängt oder gelegt werden – so lange auch die Leuchtkraft nicht durch blickdichte Überzüge oder Farben beeinträchtigt wird.  

Stumpenkerzen selbst herstellen

Wachsreste abgebrannter Kerzen müssen nicht im Müll landen. Um sie wiederzuverwenden, sollten die Reste allerdings farblich sortiert werden. Dadurch ist ein später homogenes Wachsergebnis der neuen Kerze gewährleistet. Mit diesen Hilfsmitteln entstehen daraus neue Wachslichter in Eigenregie:

Wachsreste alter Kerzen (am besten in Trendfarben)

Das benötigen Sie: 

  • Kerzendocht aus Baumwolle (Runddocht) 
  • Hitzefestes Gefäß (Konservendose mit Loch im Boden oder geeignete Gläser) 
  • Kleiner Bohrer (für das Loch auf der Unterseite des Gefäßes) 
  • Zwei Koch-Gefäße mit Wasser, die mit etwas Abstand ineinander passen 
  • Holzspieße oder ähnliche Fixierhilfe für den Docht 
  • Nach persönlichem Geschmack Deko (Schmucksteine, Aufkleber, Wachsmotive zum Aufkleben) 

Bei der Herstellung neuer Kerzen als alten Wachsresten helfen vor allem Kinder gerne mit. Allerdings sollte dies wegen der Verletzungsgefahr durch heißes Wachs nur unter Aufsicht und mit Begleitung älterer Geschwister bzw. erwachsener Familienmitglieder geschehen. So gelingt die Kerzenproduktion DIY in einfachen Schritten:

Zunächst wird das Stück Docht positioniert. Dazu wird er mit der gewachsten Spitze durch das Loch im Gefäßboden geführt und verknotet. Ein Stück Knete oder Dekowachs verhindern später, dass flüssiges Wachs aus dem Loch herausläuft. Das andere Dochtende wird am Spieß oder Holzstab festgebunden und dieser quer über das Gefäß gelegt. Zweck ist es, den Docht während des Kerzengießens kerzengerade in Position zu halten. Nur so ist später eine gleichmäßige Brenndauer der Kerze möglich.

Die Wachsreste bzw. Stücke werden im Wasserbad langsam erhitzt. Am besten gelingt dies ähnlich dem Schmelzen von Schokolade. Ein kleiner Topf steht in einem größeren Topf. Durch die Topfwände erwärmt das Wasser im größeren Topf das Innere des kleineren Topfes langsam und gleichmäßig. Keinesfalls darf das Wachs in Wasserkontakt geraten. Ebenso darf eine Temperatur von 60 bis 90 °C nicht überschritten werden, da die Wachsreste sonst verbrennen. Am sichersten steht das Gefäß mit dem Docht auf Alufolie oder einer anders belastbaren, hitzebeständigen Unterlage.
Nun wird wenig Wachs eingegossen. Eventuell läuft jetzt etwas Wachs unten durch das Loch. Nach kurzer Wartezeit ist es fest und verschließt die Öffnung sicher. Jetzt kann weiteres flüssiges Wachs bis zum oberen Gefäßrand aufgefüllt werden. Je nach Restmenge sollte aber noch eine kleine Menge Wachs zurückbehalten werden. 

Anschließend kühlt die frisch gegossene Kerze in der Form aus. Möglicherweise entsteht nach dem Erstarren des Wachses eine Kuhle um den Docht. Mit erneut erhitzten Wachsresten lässt sich diese am Ende des Herstellungsprozesses auffüllen. 

Nach dem Erkalten werden die Befestigungen (Knoten unten, Spieß oben) abgeschnitten und die Kerze aus dem Gefäß entnommen. Gelingt dies nicht leicht, hilft es, sie eine Weile im Kühlschrank aufzubewahren. Klemmt diese jetzt immer noch, schafft fließend heißes Wasser außen an den Gefäßwänden eine rutschige Fläche zur leichten Entnahme.   

Tipp für Schichtkerzen: Verschiedene Wachsreste der Stumpenkerzen werden Farbe für Farbe eingefüllt. So entsteht aus den Resten vom letzten Advent eine neue Kerze, die durchaus auch attraktiv als Geschenk verwendet werden kann. Sie können die farbigen Wachsreste aber auch zu Klassik- oder Trendfarben mischen. Zubehör für Stumpen oder Stumpenkerzen finden sie auch in gut sortierten Onlineshops.   

Schlichte Stumpenkerzen zu Unikaten gestalten 

Wachsreste Stücke können auch zum Bekleben fertiger, durchgefärbter Stumpenkerzen dienen. Dazu wird das Wachs nur so weit erweicht, dass es sich kneten lässt. Nun wird es wie Knetmasse zu den gewünschten Motiven gebogen. Durch kurzes Erwärmen der Außenseite am Kerzenkörper klebt die Figur fest. Beim Herunterbrennen wird das Schmuckwachs mit dem Wachs der Stumpenkerze geschmolzen. Für den Durchmesser solcher Stumpenkerzen wie der Marble Kerze Schlamm, Nude oder Rubin bietet der Bastelbedarf oder diverse Onlineshops, Blütenkränze als Unterlage. Ebenso gut können diese um die Mitte der Kerze geschlungen werden, etwa als Deko zu einer Hochzeit oder für einen Geburtstag. Auch selbst geflochtene Blüten- und Blätterkränze bilden eine natürliche und elegante Gestaltungsmöglichkeit.  

Unser Fazit zu Stumpenkerzen

Stumpenkerzen sind vor allem für die Verwendung in der Weihnachtszeit in Dekoration beliebt. Große Exemplare zieren Altäre in Kirchen, schmücken eine Hochzeit oder sind wertvolle, teils künstlerisch gestaltete Wohnaccessoires. Mit elektrischen Alternativen brennen diese besonders breiten Kerzen auch als Deko an sonst brandgefährdeten Plätzen sicher und beschaulich.