25 Jahre Deutsches Weihnachtsmuseum
Eine Zeitreise durch festliche Traditionen

Von der Idee zum Erlebnisort
Als das Deutsche Weihnachtsmuseum im Jahr 2000 in Rothenburg ob der Tauber seine Türen öffnete, war es das erste seiner Art in Deutschland. Entstanden aus dem Wunsch, die historischen Wurzeln deutscher Weihnachtstraditionen zu dokumentieren und erlebbar zu machen, entwickelte es sich rasch zu einem besonderen Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt. Das Museum befindet sich in der ersten Etage des Weihnachtsdorfs von Käthe Wohlfahrt – einem Ort, an dem Kultur und Handel auf einzigartige Weise verschmelzen Während im Erdgeschoss über 20.000 verschiedene Weihnachtsartikel darauf warten einen neuen Besitzer zu finden, lädt das Museum darüber ein, die Ursprünge von Adventskalender, Christbaumschmuck und Nussknacker zu entdecken – Weihnachtsdekorationen, deren Ursprünge oft aus deutschen Regionen stammen.

Woher kommt der Weihnachtsschmuck
Die meisten der weltweit beliebten Weihnachtsdekorationen haben ihren Ursprung in Deutschland. Die ganzjährige Dauerausstellung gleicht daher einer stimmungsvollen Zeitreise. Historische Weihnachtsdekorationen aus Glas, Watte, Tragant und Papier, detailreiche Papierkrippen, Gabenbringer-Figuren, Nussknacker, Christbaumständer, Weihnachtspyramiden und vieles mehr, sowie thematische Sonderausstellungen, lassen die Entwicklung der dekorativen Weihnachtskultur über die Jahrhunderte lebendig werden. Das Museum fungiert dabei nicht nur als Sammlungs- und Forschungsort, sondern auch als Spiegel kultureller Identität bei regionaler Diversität.

Mythen, Märchen und Missverständnisse
Wer glaubt, der „Santa Claus“ sei eine amerikanische Erfindung in rotem Mantel und mit Rentierschlitten, irrt – zumindest teilweise. Tatsächlich basiert die weltbekannte Figur aus den Coca-Cola-Werbespots der 1930er Jahre auf älteren europäischen Traditionen. In Deutschland existierten schon lange zuvor verschiedenste Gabenbringer – vom Nikolaus über das Christkind bis hin zum „Herrn Winter“, der 1847 vom Münchner Maler Moritz von Schwind als verschneiter, väterlicher Charakter dargestellt wurde. Auch der „Weihnachtsmann“, wie wir ihn heute kennen, ist im Grunde ein kulturelles Mosaik aus unterschiedlichen Bräuchen und Regionen. Im Deutschen Weihnachtsmuseum werden diese Ursprünge differenziert aufgezeigt und erklären, wie aus religiösen Figuren, volkstümlichen Legenden und geschicktem Marketing jene Ikonen wurden, die heute weltweit die Vorstellung von Weihnachten prägen. Besucher erfahren hier nicht nur, wie bunt und vielschichtig die deutsche Festkultur ist – sondern auch, dass hinter manchem vermeintlichen Weihnachtsklischee überraschend deutsche Wurzeln stecken.

Jubiläum mit Weitblick
2025 feiert das Deutsche Weihnachtsmuseum sein 25-jähriges Bestehen – ein stolzes Jubiläum, das nicht nur zurückblickt, sondern auch den Blick in die Zukunft richtet. Geplant sind neue digitale Formate, mehrsprachige Ausstellungselemente sowie verstärkte Bildungsangebote für Familien, Schulklassen und internationale Besucher. Denn Weihnachten kennt keine Sprachgrenzen – und das Museum möchte diesen verbindenden Geist noch stärker in den Mittelpunkt stellen. So bleibt Rothenburg nicht nur die Weihnachtsstadt Deutschlands, sondern auch ein Zentrum für gelebte Tradition und weltoffene Vermittlung von Festkultur.

„Wir bewahren die Tradition und sind selbst auch schon ein wenig ein Teil von ihr“
Harald Wohlfahrt, Firmenchef
Sohn von Wilhelm und Käthe Wohlfahrt