Weihnachtspyramiden

Inhaltsverzeichnis

  • Erzgebirgische Volkskunst: Pyramiden aus dem Erzgebirge
  • Das Erzgebirge ÔÇô Heimat der Volkskunst
  • Die deutsche Weihnacht
  • Die ersten Weihnachtspyramiden
  • Handwerkliche Perfektion mit Herz und Seele
  • Zu Weihnachten liebevoll dekorieren
  • Die Tradition bewahren
  • Besinnlichkeit im eigenen Heim schaffen
  • Fr├Âhliches Familienfest mit Schneemann, Knusperhexe & Weihnachtspyramide
  • Weihnachtspyramiden bei K├Ąthe Wohlfahrt

 

Erzgebirgische Volkskunst: Pyramiden aus dem Erzgebirge

Wenn die Tage sp├╝rbar k├╝rzer werden, die Temperaturen sinken und das Jahr sich seinem Ende zuneigt, ist es wieder so weit: Weihnachten steht vor der T├╝r und die Adventszeit beginnt!

Die R├Ąume werden weihnachtlich dekoriert und so manches lieb gewordene Schmuckst├╝ck kommt wieder zum Vorschein. Es erwacht im Lichterglanz zu neuem Leben. Pyramiden geh├Âren zum traditionellen Weihnachtsschmuck. Sie erz├Ąhlen von den vielen vergangenen Weihnachtsfesten, bezaubern in der Gegenwart und geben der Zukunft Gewissheit.

 

Das Erzgebirge ÔÇô Heimat der Weihnachtspyramiden

Nicht leicht war das Leben der einfachen Menschen, die in den waldumstandenen D├Ârfern und kleinen St├Ądte des Erzgebirges lebten. Die harte Arbeit des Bergbaus hatte Region und Menschen gepr├Ągt. Etwas Neues musste entstehenÔÇŽ

Die Erzgebirgische Volkskunst wurde mit ihren R├Ąucherm├Ąnnchen, Schwibbogen, Engeln, Nussknackern und Weihnachtspyramiden weltber├╝hmt. Sie bezauberten Menschen auf der ganzen Welt und galten bald als Inbegriff deutscher Weihnacht und Holzkunst. Kunstvolle Krippen wurden von geschickten H├Ąnden geschnitzt und waren bald als Kunstwerke begehrt. 

Typisch f├╝r die Erzgebirgische Volkskunst war die Arbeit in kleinen Manufakturen. Viele von ihnen gibt es noch heute. Sie erfreuen jedes Jahr aufs Neue die Menschen in aller Welt mit ihrer Handwerkskunst und ihren alten und doch immer wieder ganz modernen Weihnachtsdekorationen.

Die deutsche Weihnacht 

Heute finden sich Menschen ├╝berall auf der Welt zusammen, um gemeinsam unter dem festlich geschm├╝ckten Baum Weihnachten zu feiern. Die Tradition ist weit j├╝nger, als mancher meint. Der funkelnde Christbaum schm├╝ckt erst seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts die Weihnachtsstuben. Seinen Ursprung hat er in Deutschland. Die ersten Weihnachtsb├Ąume soll es um 1420 in Freiburg gegeben haben. Ihre Vorbilder m├Âgen die geschm├╝ckten B├Ąume der Paradiesspiele gewesen sein. 

Tief verwurzelt ist die Feier der Weihnacht durch die festlichen Gottesdienste in der Kirche. Der Schmuck der l├Ąndlichen Kirchen mit ihren Putten und Marienfiguren, mit der Krippe und dem Jesuskind fand Eingang in die Erzgebirgische Volkskunst. Und bald k├╝ndeten die pausb├Ąckigen Engel von der Geburt des Herrn auch in den Stuben der einfachen Menschen, fanden sich Krippendarstellungen auf Weihnachtspyramiden, wurde ein Bergmann neben einem Engel als Lichterfigur ins Fenster gestellt. 

Lieder wie ÔÇ×Stille Nacht, heilige Nacht" und ÔÇ×Oh Tannenbaum" wurden in viele Sprachen ├╝bersetzt. Gemeinsam mit dem Weihnachtsschmuck fanden sie Eingang in viele andere Kulturen. Queen Victoria brachte den Weihnachtsbaum nach England und etablierte ein Fest nach deutschem Vorbild am Hof. Schnell verbreitete sich der in Windsor Castle gepflegte Brauch. Geschm├╝ckt war der Baum mit kostbaren Glaskugeln, wie sie auch heute noch im Erzgebirge gefertigt werden.

Die ersten Weihnachtspyramiden 

Als ein Vorl├Ąufer der Weihnachtspyramide gilt der Drehbaum. Die Gestelle wurden aus Weidenruten geflochten und mit Kirschzweigen geschm├╝ckt. 

Innen befanden sich auf einer Mittelachse montierte Scheiben, auf denen kleine Figuren aus der Weihnachtsgeschichte, ├äpfelchen und vergoldete N├╝sse sowie Kerzen befestigt waren. Gekr├Ânt wurde der Drehbaum von einer Sonne aus h├Âlzernen Fl├╝geln. Durch die aufsteigende W├Ąrme der brennenden Kerzen bewegte sich die Konstruktion und die Lichtergestelle erwachten zum Leben. 

Feststehende, mit Tannengr├╝n umwundene und mit Lichtern best├╝ckte, pyramidenf├Ârmige Gestelle fanden sich vor der Verbreitung des Weihnachtsbaums in Kirchen, auf ├Âffentlichen Pl├Ątzen und in kleineren Versionen in heimischen Wohnstuben. 

Im Erzgebirge war es wohl der G├Âpel, der entscheidend zur Entwicklung der Weihnachtspyramide beitrug. Diese Konstruktion wurde durch Bergleute als Pferdeg├Âpel im Bergbau eingesetzt und wurde zur F├Ârderung von Ger├Âll und Erz verwendet, was die Arbeit der Bergleute erleichterte. 

So entstand die f├╝r das Erzgebirge typische Pyramidenform, wie sie noch heute ein- und mehrst├Âckig bekannt ist: Feststehende Kerzen, eine sich drehende Mittelachse mit ihrem geschm├╝ckten Teller und ├╝ber allem die durch die aufsteigende W├Ąrme angetriebene Sonne mit ihren h├Âlzernen Fl├╝geln, dem Fl├╝gelrad.

 

Handwerkliche Perfektion mit Herz und Seele 

So wie in alter Zeit sind es die kleinen Handwerksbetriebe, in denen die Pyramiden und Figuren zum Leben erweckt werden. Kunstvolles Drechslerhandwerk hat sich ├╝ber die Jahrhunderte erhalten, die Formen haben sich ihre Eigenheit bewahrt, die Farben der Bemalung sind von Kennern gesch├Ątzte Kennzeichen der Figuren. 

Genau wie fr├╝her werden die Locken der kleinen stilisierten Weihnachtsb├Ąume beim Spanbaumstechen gesetzt, entstehen die beliebten Reifentiere, die sich auch auf Weihnachtspyramiden finden. Die Ringelb├Ąumchen schm├╝cken Pyramidenteller oder sind als Mittelteil zu finden, um die sich die anderen Figuren gruppieren. 

Nur ausgew├Ąhlte H├Âlzer k├Ânnen f├╝r diese anspruchsvollen Techniken verwandt werden. Gerade gewachsenes, gleichm├Ą├čig gezeichnetes Lindenholz ist der Werkstoff, aus dem die B├Ąumchen und somit hochwertige Holzkunst entstehen. Es erfordert ein hohes K├Ânnen, wenn nun gleichm├Ą├čig und pr├Ązise die kleinen Locken mit dem scharfen Schnitzmesser aus dem zuvor auf Ma├č gebrachten Werkst├╝ck geschnitten werden. Keine der gelockten Sp├Ąne darf verletzt werden. 

Oft sind die S├Ąulen und St├Ąbe kunstvoll verziert oder sogar mit Intarsien versehen. Bei mehrst├Âckigen Pyramiden wirkt der Aufbau allein imposant und zeigt die beeindruckende Handwerkskunst. Erzgebirgische Gro├čpyramiden schm├╝cken seit alters her den ├Âffentlichen Raum. Die kostbaren Kunstwerke zeugen vom handwerklichen Geschick der alten und jungen Meister. In New York, London und Dubai finden sie ihre Bewunderer und werden hoch gehandelt. Doch ihre Ausstrahlung verdanken sie der liebevollen Fertigung in kleinen, inhabergef├╝hrten Manufakturen.

 

Zu Weihnachten liebevoll dekorieren

Im Advent beginnt die Zeit des Wartens und der Vorfreude. Es wird gebacken und gebastelt. S├╝├čer Duft zieht durch die Zimmer. Gl├╝hwein und Weihnachtsgeb├Ąck stehen f├╝r das Zusammensein mit der Familie und Freunden bereit. 

Doch richtig stimmungsvoll wird die Adventszeit erst mit den passenden Dekorationen. Wenn der Adventskranz mit seinen Kerzen auf dem Tisch steht, der Schwibbogen im Fenster leuchtet und alte Melodien aus der Spieldose erklingen, dann ist Weihnachten nicht mehr weit. 

Kinder bestaunen die kleinen Figuren, Adventssterne spenden ihr warmes Licht und das R├Ąucherm├Ąnnchen duftet heimelig. Wer es l├Ąndlich mag, sucht sich farbigen Baumschmuck aus und w├Ąhlt auch seine Weihnachtspyramide im entsprechenden Stil. Erzgebirgische Volkskunst kann Stimmung vermitteln und auch elegant wirken. Einfarbige, stilisierte Weihnachtspyramiden f├╝gen sich perfekt in ein luxuri├Âses Ambiente ein. 

Die Tradition bewahren 

Heutzutage gibt es Unmengen an Weihnachtsdekoration, die Erzgebirgische Volkskunst jedoch ist ein St├╝ck lebendiges Handwerk. Seit Jahrhunderten wird es im Erzgebirge tradiert, werden Erfahrungen, Vorlagen und Werkzeuge in den Familienbetrieben verschiedener Hersteller von Generation zu Generation weitergereicht. Eine ganze Region ist nach dem Handwerk benannt: Die Gegend um Seiffen wird als ÔÇ×SpielzeugwinkelÔÇť bezeichnet. Der Kurort Seiffen ist auch abseits dessen definitiv einen Besuch wert.

Was einst aus der Not der Bergleute und als Alternative zum Bergbau entstand, fand Liebhaber und Sammler auf der ganzen Welt. Pyramiden aus dem Erzgebirge geh├Âren in vielen Familien ebenso zum Weihnachtsfest wie der Tannenbaum. Sie werden genauso weitergereicht und sorgf├Ąltig bewahrt, wie die kunsthandwerklichen Erfahrungen der Drechsler, Holzbildhauer und Holzspielzeugmacher. 

Erzgebirgische Volkskunst ist ein St├╝ck gelebte Nachhaltigkeit in einer sich immer rasanter wandelnden Welt. Es ist eine eigene ├ľkologie, so wie sie seit Jahrhunderten in den D├Ârfern und Kleinst├Ądten gelebt wird. Achtsam und sorgf├Ąltig im Umgang mit dem Holz hat es die Meister und ihre Familien gepr├Ągt. 

Die Arbeit der Schnitzer und Drechsler aus dem Erzgebirge wird heute gesch├╝tzt. Wer ein Produkt mit dem Siegel ÔÇ×Erzgebirgische Volkskunst" kauft, kann sicher sein, ein echtes St├╝ck aus einer erzgebirgischen Werkstatt erworben zu haben.

Besinnlichkeit im eigenen Heim schaffen

Inneneinrichtungen wandeln sich, doch die Liebe zu traditionellen Weihnachtsdekorationen bleibt. Da sind die leuchtenden Weihnachtssterne, die einen schon von Weitem gr├╝├čen. Da sind die zauberhaften Leuchter und das Kerzenlicht, das einem bis ins Herz scheint. 

Im Erzgebirge sind viele Formen von Pyramiden entstanden. Jede Werkstatt hat ihre eigenen unverwechselbaren Figuren und Lichtergestelle. In den Manufakturen mancher Hersteller sind ├╝ber die Jahre auch moderne, stilisierte Formen hinzugekommen. Doch immer bleibt der Zauber, der die Mutter mit dem Kind und die Heiligen Drei K├Ânige auf ihrer Wanderschaft umgibt. Immer stehen Ochs und Esel bei der Krippe, sind die Hirten mit ihren Schafen unentwegt auf der Pyramide unterwegs. 

Die Handschrift der Meister ist bei der Betrachtung der vielen kleinen Details sp├╝rbar. Wie sorgsam wurde das Holz ausgew├Ąhlt, wie fein sind die Streben und Rundungen gezogen, wie ausgewogen wurden die Figuren bemalt und auf den sich drehenden Scheiben montiert. 

Durch die sich drehenden Fl├╝gel und die leuchtenden Kerzen entsteht ein Spiel von Licht und Schatten. Seit Jahrhunderten fasziniert es die Menschen und gibt ihnen das Gef├╝hl von Geborgenheit. Weihnachtspyramiden gibt es heute f├╝r klassische kleine Kerzen, f├╝r Teelichter und sogar mit elektrischer Beleuchtung.

 

Fr├Âhliches Familienfest mit Schneemann, Knusperhexe & Weihnachtspyramide

Was gibt es Sch├Âneres, als Weihnachten mit der ganzen Familie zu feiern? Wer ist nicht ger├╝hrt, wenn er in strahlende Kinderaugen blickt und die kaum zu b├Ąndigende Vorfreude auf die gro├če Bescherung sp├╝rt? 

Dazu passen die vielen pausb├Ąckigen Engel mit ihren Instrumenten oder ein dicker runder Schneemann, der sich munter rundherum im Kreis dreht. Kein Kind vergisst die Namen der Heiligen Drei K├Ânige jemals wieder, wenn es beobachtet hat, wie sie auf der Familienpyramide unerm├╝dlich dem Stern folgen. Oder sollen es doch H├Ąnsel und Gretel mit der Knusperhexe sein, die als Motiv die Pyramide schm├╝cken? 

Weihnachten ist die Zeit f├╝rs Zusammenkommen, um M├Ąrchen und Geschichten am Kamin zu erz├Ąhlen. W├Ąhrend die ├älteren ein wenig mehr zu sich finden, genie├čen die Kleinen die ruhigen Zusammenk├╝nfte, das gemeinsame Spielen, Erz├Ąhlen und Vorlesen. 

Mechanisches Spielzeug hat Kinder zu allen Zeiten angezogen. Noch heute blicken die Kids von ihrem Smartphone auf, wenn sie eine Dampfmaschine sehen. Die Pyramide ist ein kleines Modell, das leicht zu verstehen ist und dennoch immer wieder begeistert. Gro├č und Klein schauen dem Kerzenlicht und der sich drehenden Sonne zu und beginnen ein wenig zu tr├Ąumen. 

Weihnachtspyramiden bei K├Ąthe Wohlfahrt

Weihnachten ist mehr als nur Geschenke kaufen. Es ist die Zeit der Besinnung. Immer mehr Menschen w├╝nschen sich Kontinuit├Ąt und W├Ąrme. Sie finden zur├╝ck zu alten Handarbeiten und lernen den Wert echter Handarbeit selbst ganz neu sch├Ątzen. Sie w├╝nschen sich etwas Unverwechselbares.

Wer seinen Lieben etwas Wertvolles schenken m├Âchte, sollte auf Qualit├Ąt achten und sich nicht zu sehr am Zeitgeist und wechselnden Moden orientieren. Mit einer Weihnachtspyramide verschenkt er etwas Einmaliges, ein St├╝ck Gl├╝ck, das alle Jahre wiederkommt und mit den Jahren immer sch├Âner wird. 

Wenn die Pyramide sich langsam dreht, wird einem warm ums Herz. Kunterbunt und zauberhaft verspielt oder stilisiert und elegant kommen die Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge daher und zeugen von der handwerklichen Kunst ihrer Meister, von ihrem Gesp├╝r f├╝r Formen und Farben, ihrer besonderen F├Ąhigkeit, Holz lebendig werden zu lassen. Geschichte, Tradition und ein immer waches Gesp├╝r f├╝r die Gegenwart machen Erzgebirgische Volkskunst so besonders.