Nussknacker

Inhaltsverzeichnis

> Was ist ein Nussknacker?

> Welche verschiedenen Nussknacker gibt es?

> Welche sind die beliebtesten Nussknacker-Figuren?

> Wie funktioniert ein Nussknacker?

> Die Geburtsstunde des Nussknackers im Erzgebirge

> Wo werden Nussknacker heute hauptsächlich hergestellt?

> Die dekorativen Nussknacker in der √úbersicht

> Wie kann ich einen Nussknacker selbst bauen?

> Traditionelle Holzkunst bei Käthe Wohlfahrt

Was ist ein Nussknacker?

Harte Schale, gesunder Kern. N√ľsse sind lecker, reich an Eiwei√üen und Ballaststoffen und hierzulande gerade in der Weihnachtszeit allseits beliebt. Die meisten Nusssorten haben nur ein Problem ‚Äď die harte Schale. Nun kann der Nussliebhaber im Handel zu bereits geknackten Nusskernen greifen. Wer es indes lieber traditionell mag, der muss vor dem Genuss selbst aktiv werden, mit dem Griff zum Nussknacker.

Oberfl√§chlich betrachtet hat ein solches Werkzeug nur eine einzige Funktion: Es soll den Weg ebnen zum ersehnten Genuss in der harten Nussschale. Allerdings ist ein Nussknacker mehr als nur ein Werkzeug. F√ľr viele Menschen ist die bunt bemalte Figur aus Holz ein fester Bestandteil der weihnachtlichen Deko. Wie es insbesondere in der Erzgebirgischen Volkskunst Tradition ist, gibt es die Nussknacker-Figur in verschiedenen Varianten.¬†

Welche verschiedenen Nussknacker gibt es?

Wenn wir an einen Nussknacker denken, dann haben die meisten von uns sofort das Bild der schönen bunten Holzfigur vor Augen. Tatsache ist aber, dass es unzählige Typen von Nussknackern gibt, die aber alle eins gemeinsam haben. Nämlich das Ziel, die Nuss von der Schale zu befreien. Prinzipiell unterscheidet man zwischen funktionellen und dekorativen Nussknackern. Funktionelle Nussknacker gibt es in drei unterschiedlichen Varianten:

Der Schraubnussknacker

Die Funktionsweise des Schraubennussknackers ist simpel. Die Nuss wird in eine Schale gelegt, darauf kommt ein Deckel. Nun wird der Deckel in die Schale geschraubt, dadurch wird die Schale gesprengt und man kann die Nuss auslösen.

Der Schleudernussknacker

Ein Schleudernussknacker wirkt auf den ersten Blick etwas eigenartig, jedoch ist die Funktionsweise durchaus nachvollziehbar. Man legt die Nuss in einen Luftballon, welcher in einen kleinen Metallzylinder eingespannt ist. Das Ganze wird mit einem Metalldeckel festgeschraubt. Zieht man den Luftballon samt Walnuss nun in die Länge und lässt beides ruckartig los, so zerschellt die Nuss am Metalldeckel.

Der zangenartige Nussknacker

Der zangenartige Knacker ist die wohl bekannteste Art des Nussknackers. Er besteht aus zwei Armen, die durch ein Gelenk miteinander verbunden sind. Legt man die N√ľsse in die daf√ľr vorgesehene Einbuchtung und dr√ľckt die Arme zusammen, so wird die Schale zerst√∂rt.

Dekorative Nussknacker - jahrhundertealte Volkskunst aus Holz

Fehlt nur noch die beliebteste, weil sch√∂nste Art, N√ľsse zu knacken: die mit dem dekorativen Nussknacker. Die grimmigen Weihnachtsfiguren aus Holz sind auch heute noch sehr beliebt, sollten jedoch in den meisten F√§llen nur als Dekorationselemente verwendet werden.

Seit 1800 hat sich das Erzgebirge, die Wiege vieler Dekogegenst√§nde aus Holz, auf die Herstellung der heute bekannten Nussknacker aus Buchenholz spezialisiert. Soldaten, K√∂nige oder sonstige Obrigkeiten galten seit jeher als Vorlage f√ľr die wundersch√∂nen Holzfiguren. Im 19. Jahrhundert waren sie ein beliebtes Kinderspielzeug. Das Erzgebirge profitiert heute noch von der Herstellung der Holzkunst. Mittlerweile wird in dieser Region eine Vielzahl an Holzfiguren hergestellt, die vor allem zur Weihnachtszeit hohen Absatz finden.

Kleine Kinder f√ľrchten sich oft vor den grimmigen Gesichtern der Nussknacker. Diese sind aber durchaus beabsichtigt und haben eine lange Tradition, denn um 1800 wurden die Obrigkeiten, die sie ja im Endeffekt darstellen sollten, gerne karikiert.

Welche sind die beliebtesten Nussknacker-Figuren?

Dekorative Nussknacker sind wundersch√∂n auszusehen und erfreuen sich nicht nur zur Weihnachtszeit als Weihnachtsdekoration gr√∂√üter Beliebtheit. Es gibt die Figuren in den unterschiedlichsten Farben und Gr√∂√üen. Gerade auf Weihnachtsm√§rkten sieht man sie √∂fter in meterhohen Ausf√ľhrungen. Sie sind eben immer noch ein beliebtes Symbol der Advents- und Weihnachtszeit.

Im Endeffekt z√§hlen der Gendarm, der Soldat und der K√∂nig zu den beliebtesten Figuren unter den Nussknackern, wobei der K√∂nig nach wie vor am aller begehrtesten ist. Kein Wunder, denn in seiner eleganten Galauniform macht er wahrlich richtig Eindruck. Meist h√§lt er ein goldenes Zepter in der Hand und eine beeindruckende Krone darf nat√ľrlich auch nicht fehlen.

√úbrigens kann auch ein Laie mit blo√üem Auge erkennen, ob eine Nussknacker-Figur wirklich aus dem Erzgebirge stammt oder eine minderwertige Kopie aus dem asiatischen Raum ist. Die Nasen der maschinell angefertigten asiatischen Variante sind gr√∂√ütenteils erheblich schmaler und filigraner, au√üerdem ist der Sockel samt F√ľ√üen lediglich in Farbe getaucht und nicht handbemalt, so wie beim erzgebirgischen Modell.

Wie funktioniert ein Nussknacker?

Vorab erst einmal: Der beste Nussknacker √∂ffnet die N√ľsse mit m√∂glichst geringem Kraftaufwand und dem Ziel, die Nusskerne, wie Waln√ľsse oder Haseln√ľsse, im Ganzen zu erhalten. Um dieses Ziel zu erreichen, kommen eine Reihe physikalischer Kr√§fte und Regeln zum Einsatz. N√ľsse werden nicht nur von Menschenhand geknackt. Auch die Tierwelt wei√ü um den Genuss der begehrten K√∂stlichkeiten. Affen setzen einfache Werkzeuge wie geformte Steine zum Knacken ebenso gekonnt ein wie Saatkr√§hen, die die N√ľsse auf der Fahrbahn platzieren und das Gewicht der dar√ľber rollenden Fahrzeuge geschickt ausnutzen.

Hebelkraftmechanik ‚Äď Wo nicht nur rohe Kr√§fte walten

Schlagkraft, Druck und Hebelkraft gelten als die bew√§hrten Erfolgsgaranten f√ľr das N√ľsseknacken. Hinzu kommen die Schleudertechnik und das Ausnutzen der Schwungmasse von Nussk√∂rpern. Um zum Kern der gesunden Fr√ľchte vorzudringen, besann sich die Menschheit sehr fr√ľh auf die vorteilhafte Kr√§ftesteigerung durch den Einsatz von Hebeln. Die Zangennussknacker basieren auf der Hebelkraft und so verwundert es nicht, dass die allerersten Nussknacker durchweg mit dem Hebelprinzip erfolgreich waren. √úber die Zeit wurde die Hebelkraftmechanik immer ausgefeilter und wirkungsvoller. Ganz nebenbei wandten sich Gestaltungs√§stheten der Hebel zu. Sie formten runde, ovale, gewundene, ziselierte und geperlte Schenkel (Hebel). Deren Oberfl√§chen wurden gescheuert, poliert und geschliffen. Mag die optische Gestaltung sehr unterschiedlich sein, so basiert der Zangen- oder Hebelnussknacker durchweg mit zwei verbundenen Schenkeln. Diese Hebel haben ein oder zwei Auflagefl√§chen f√ľr die Nuss. Durch das Schlie√üen der Hebel erh√∂ht sich der Druck auf die Frucht und ihre Schale √∂ffnet sich. Einige Modelle √∂ffnen nicht nur N√ľsse. Zu ihrem erweiterten Repertoire z√§hlt ein gepflegtes Doppelleben als Sektzange.

Übrigens: Der größte Knacker misst 10,10 m und steht ebenso wie sein zwergenhafter Bruder, der nur 4,9 mm misst, im ersten Nussknackermuseum Europas in Neuhausen (Erzgebirge).

Von Schlagkraft, Druck, Schleudertechnik und Nuss-Spalterei

Durchschlagende Wirkung zeigen Nuss√∂ffner, die aus einer stabilen Metallplatte und einer Gummikappe bestehen. Sie funktionieren nach dem schn√∂den Prinzip: Hau drauf! Bei dieser brachialen Technik d√§mpft die Gummikappe den Aufprall der Hand und verhindert so Verletzungen. Bekannt ist auch, dass Druck Gegendruck erzeugt. Bei der Verwendung von meist zylinderf√∂rmigen Schraubgewinden verst√§rkt die Drehmechanik den Druck auf die Nuss und bringt sie letztlich zum Bersten. Einen exotischen Anstrich hat die Schleudertechnik. Dabei wird die Kernfrucht in einem geschlossenen Metallzylinder wie in einer Zwille auf die Gegenwand geschleudert und zerschellt dabei. Nuss-Spalter tragen den modischen Namen Nut Splitter und √∂ffnen bevorzugt Waln√ľsse. Sie erinnern in ihrer Funktionsweise an Austernmesser und halbieren mittels Spaltung die Schalen der Fr√ľchte.

√úbrigens: Die fantasievollen Nussknacker in Menschengestalt starteten ihre Erfolgskarriere im Erzgebirge. Als Eisenbahner, K√∂nig, Gendarm, F√∂rster und Soldat erblickte die Holzkunst im fr√ľhen 19. Jahrhundert das Licht der Welt.

Die Geburtsstunde des Nussknackers im Erzgebirge

Ab dem Ende des Bergbaus in Erzgebirge erlebte die Nussknackerproduktion einen unglaublichen Aufschwung. Der in Seiffen ans√§ssige Zimmermann Wilhelm F√ľrchtner schnitzte Mitte des 19. Jahrhunderts den ersten Nussknacker aus Holz und leitete damit die Geburtsstunde der legend√§ren Handwerkskunst im Erzgebirge ein. Ein Nussknacker ist dadurch charakterisiert, dass er stets in gerader Haltung strammsteht, den Bauch eingezogen, und die schneewei√üen Z√§hne stets stolz pr√§sentiert.

Erzgebirgische Nussknacker aus Seiffen sollten schon von jeher die Obrigkeit karikieren. Seien es Soldaten, K√∂nige, F√∂rster, Husaren oder Polizisten. Sogar Napoleon war ein dankbares Motiv f√ľr den n√ľtzlichen Gesellen aus Holz. Dass es sich bei diesen Figuren um Karikaturen handelt, beweist der grimmige Gesichtsausdruck, der ihnen allen zu eigen ist. Die Menschen damals kamen eben genau mit diesen Gesetzesh√ľtern in Ber√ľhrung und einige dieser Obrigkeiten machten dem ein oder anderen B√ľrger mit Sicherheit das Leben zur Qual.

Knacker aus dem Erzgebirge werden auch heute noch von Hand bemalt. W√ľrde man das von Maschinen erledigen lassen, so w√ľrden sie wohl jeglichen Charme verlieren. So ein grimmiger Geselle besteht aus bis zu 60 Einzelteilen, die in liebevoller Handarbeit einzeln gefertigt und zusammengef√ľgt werden. Die Holzfigur hat in der Regel eine Gr√∂√üe von 30 - 40 cm und besteht aus Holz, Fell, Leder und Stoff.

Wo werden Nussknacker heute hauptsächlich hergestellt?

Dekorative Nussknacker, das sind diese kleinen finsteren Gesellen, die uns vor allem in der Weihnachtszeit als Deko an fast jeder Ecke begegnen. Aber wer fabriziert diese schönen traditionellen Weihnachtsfiguren aus Holz eigentlich und wo haben sie ihren Ursprung?

Das Erzgebirge und dessen Bedeutung f√ľr die heimische Volkskunst

Wenn man sich den Ursprung der Nussknacker ansehen m√∂chte, muss man einige hundert Jahre zur√ľckgehen. Nachdem der Bergbau im Erzgebirge irgendwann komplett zum Erliegen gekommen war, mussten sich die Bewohner dieser Region in Sachsen eine andere Erwerbsquelle suchen und einige von ihnen entschieden sich zur Drechselbank zu greifen. So entstand nach und nach ein neuer Industriezweig, der sich damit besch√§ftigte, Spielzeugfiguren aus Holz und Figuren f√ľr die Weihnachtszeit zu fertigen. Aus diesen ersten Holzgegenst√§nden entstand die heute weltbekannte Erzgebirgische Volkskunst, die auch in unserem Online-Shop sehr beliebt ist.¬†

Der Ursprung des Nussknackers

Im Jahr 1870 entwickelte im kleinen √Ėrtchen Seiffen ein gewisser Wilhelm F√ľrchner den allerersten erzgebirgischen Nussknacker und viele weitere Modelle sollten folgen. Was die Vorlagen zu den aufwendig fabrizierten Holzfiguren betrifft, orientierte er sich fast ausschlie√ülich an den damaligen Obrigkeiten der Region. So fabrizierte er Miniaturmodelle von Soldaten, Gendarmen, F√∂rstern und K√∂nigen. Da zur damaligen Zeit mit dem gemeinen Volk oft nicht gerade zimperlich umgegangen wurde, verlieh er ihnen den bis heute so charakteristischen grimmigen Gesichtsausdruck. Die traditionelle Erzgebirgische Nussknacker-Figur war geboren.¬†

Die dekorativen Nussknacker in der √úbersicht

Was w√§ren wir ohne Nussknacker? Wom√∂glich w√ľrden wir noch mit Steinen die harten Schalen aufbrechen. Schon fr√ľh hat sich die Menschheit daher mit der Erfindung und Entwicklung entsprechender Werkzeuge besch√§ftigt.

Nussknacker-Figuren als Holzkunst

Anders sieht es mit den kunstvollen Nussknacker-Figuren aus. Sie wurden in Europa ab dem 15. Jahrhundert entwickelt. Laut Jakob Grimm steht das im Zusammenhang mit alten heidnischen Ritualen. So gab es einst kleine G√∂tzenfiguren, die aufgestellt wurden, um Hausgeister zu bes√§nftigen. Zwar verschwand dieser Brauch mit der Verbreitung des Christentums, jedoch wirkten die kleinen Figuren als Inspirationsquelle. Leonardo Da Vinci entwickelte eine spezielle Drehbank zum Drechseln von Holzfiguren. Dabei soll er auch an Nussknacker-Figuren get√ľftelt haben. Schon im 16. Jahrhundert gab es kunstvoll geschnitzte Holznussknacker. Sie waren es wert, von K√∂nigen erworben und verschenkt zu werden. So hat der englische K√∂nig Heinrich VIII seiner Frau Anne Boleyn ein bezauberndes Exemplar als Liebesgeschenk √ľberreicht.

Nussknacker als fröhliche Karikaturen

Die wahre Geburtsstunde der kunstvoll geschnitzten Figuren liegt im 18. und 19. Jahrhundert. Es waren die einfachen Menschen aus l√§ndlichen Bergregionen, die zu den Sch√∂pfern, der bis heute verwendeten und beliebten Hebelm√§nner wurden. Der erste Ursprung findet sich in den D√∂rfern S√ľdtirols und in Oberammergau. Die bayrischen Holzschnitzer bevorzugten orientalische Motive, wohingegen die S√ľdtiroler lustige Figuren aus ihrer eigenen b√§uerlichen Lebensumwelt schnitzten. Die Figuren mit dem gro√üen Mund eignen sich sehr gut f√ľr Karikaturen. Wer im Alltag die Rolle des Befehls- oder Machthabers hat, kann als Figur zum N√ľsse knacken seine Bedrohlichkeit verlieren. Auf diese Weise l√§sst sich ein gro√ües Mundwerk oder Gr√∂√üenwahn auf die Schippe nehmen. Nachdem Napoleon die V√∂lkerschlacht bei Leipzig verloren hatte, kam er als Nussknacker-Figur in Mode. Auch der gro√üe Bismarck diente als Vorbild f√ľr einen Nussknacker.

Romantische Nussknacker-Figuren

Den H√∂hepunkt erreichte die figurale Holzschnitzkunst ab 1800 im Erzgebirge. Nachdem in den Orten Olbernhau, Seiffen und Neuhausen der Bergbau eingestellt worden war, suchten die M√§nner nach neuen Berufen. Viele von ihnen wurden daraufhin Drechsler. Daraus entstand das ber√ľhmte erzgebirgische Kunsthandwerk. M√∂bel, Holzspielzeuge, Dekorationsfiguren und eben die Holznussknacker entstanden. Sie wurden als K√∂nige oder Gendarmen dargestellt. Die bekannteste Figur des 19. Jahrhunderts ist aber der Soldat. Ber√ľhmtheit erlangte diese Figur durch die Weihnachtserz√§hlung ‚ÄěNussknacker und M√§usek√∂nig‚Äú von E.T.A. Hoffmann (1816). Der Holzsoldat erwacht in der Weihnachtsnacht zum Leben und besch√ľtzt mit einer Spielzeugarmee die kleine Marie. Seither ist der Hebelmann untrennbar mit dem Weihnachtsfest verbunden. Die Geschichte zeigt zudem, wie sehr die Hebelm√§nner im 19. Jahrhundert die Fantasie der Kinder befl√ľgelten. Sie waren keine reine Weihnachtsdeko, sondern eine Mischung aus Gebrauchsgegenstand und Kinderspielzeug. Mit ihren bunten Farben waren sie echte Verkaufsschlager auf den Weihnachtsm√§rkten. Bis heute vermitteln sie eine romantische Stimmung ‚Äď oder bringen zum Lachen.

Heute darf der Weihnachtsmann als Nussknacker selbstverst√§ndlich nicht fehlen. Sie tragen unterschiedliche Ornate, treten in dicken M√§nteln in Braun, Rot oder Wei√ü auf und begeistern Kinder mit gro√üen S√§cken voller Spielzeug. Sein Gesicht ziert der f√ľr den Weihnachtsmann charakteristischen wei√üen Rauschebart. So rundet diese Nussknacker-Figur die Weihnachtsdeko stilvoll ab.¬†

Wie kann ich einen Nussknacker selbst bauen?

N√ľsse geh√∂ren traditionell zu Weihnachten, wie Lebkuchen und Pl√§tzchen. Bei den N√ľssen bei√üen sich jedoch viele konventionelle Nussknacker-Figuren aus Holz die Z√§hne aus. Da liegt es nahe, einen einfachen und robusten Nussknacker selbst zu bauen, mit dem auch Kinder leicht und sicher ihre N√ľsse knacken k√∂nnen. Einen Nussknacker aus Holz k√∂nnen Sie in wenigen Stunden basteln.

Das Material und Werkzeug

Der Nussknacker besteht aus einer Grundplatte, einem Rahmen, einem Achslager und einem Hebel. Als Material benötigen Sie lediglich ein Brett mit einer Höhe von 18 mm aus hartem Holz wie Ahorn, Buche, Birke, Esche, Eiche.

Die einzelnen Teile k√∂nnen Sie entweder aus einem Brett s√§gen oder f√ľr den Hebel, die Achslager und den Rahmen Holzleisten verwenden. Mit Holzleim, Holzschrauben, einer Gewindestange, zwei Unterlegscheiben und zwei Hutmuttern haben Sie Ihr Material beisammen.

Als Werkzeug benötigen Sie einen Drillbohrer, eine Säge, Holzfeilen, Schmirgelpapier, Holzleim, einen Zirkel, Lineal und Bleistift.

Das Sägen und Feilen

Wenn Sie die Teile des Nussknackers aus einem Brett auss√§gen, dann √ľbertragen Sie die Ma√üe auf das Holz. Damit Ihre Hand beim Herunterdr√ľcken des Hebels Platz hat, s√§gen Sie auf einer Seite der Platte eine ovale Form aus. Runden Sie dann die Ecken und Kanten des Hebels an den Enden etwas ab. Auch die beiden Achslager sollten Sie an einer Seite etwas in Form bringen. Damit Sie die N√ľsse gut unter dem Hebel platzieren k√∂nnen, s√§gen Sie zwei Rundungen in unterschiedlichen Gr√∂√üen aus. Damit die N√ľsse nicht wegrutschen, feilen Sie in die Rundungen noch ein paar Rillen.

Die Ma√üe der einzelnen Teile k√∂nnen Sie Ihren pers√∂nlichen Bed√ľrfnissen anpassen. Hier aber ein paar Richtwerte, an denen Sie sich orientieren k√∂nnen:

  • Grundplatte: 18 mm x 11 mm
  • Hebel: 280 mm x 30 mm
  • Achslager: 50 mm x 35 mm

Das Zusammenbauen

Damit sich die L√∂cher f√ľr die Gewindestange sp√§ter an der richtigen Stelle befinden, bohren Sie zuerst ein Loch in eines der Achslager. √úbertragen Sie die Positionen des Lochs auf das zweite Lager und auf den Hebelarm. Schieben Sie dann die Gewindestange durch die drei Teile. Legen Sie anschlie√üend die Unterlegscheiben auf und ziehen Sie das Ganze mit selbstsichernden Hutmuttern fest. Bohren Sie jetzt zwei L√∂cher in die Grundplatte, tragen Sie etwas Holzleim auf und verschrauben Sie die beiden Achslager auf der R√ľckseite der Platte.

Damit die N√ľsse auf der Platte nicht wegrutschen, schleifen oder bohren Sie zwei kleine Mulden in unterschiedlichen Gr√∂√üen gegengleich zum Hebel in die Platte. Damit sich die geknackten N√ľsse sp√§ter nicht √ľber den Tisch verteilen, m√ľssen Sie den oberen Teil der Platte noch mit einem kleinen Rahmen versehen. Schneiden Sie daf√ľr vier kleine Leisten zu und verleimen Sie diese mit der Grundplatte. Jetzt m√ľssen Sie sich nur noch etwas gedulden, bis der Leim getrocknet ist. Dann k√∂nnen Sie mit Ihrem Nussknacker selbst die h√§rteste Nuss knacken.

Traditionelle Holzkunst bei Käthe Wohlfahrt

Nussknacker sind eine alte Volkskunst und dienen auch heute noch als Weihnachtsdekoration in vielen Haushalten zur Adventszeit. Entdecken Sie bei uns dekorative Nussknacker-Figuren in hoher Qualit√§t und vielen unterschiedlichen Ausfertigungen wie Weihnachtsm√§nner, K√∂nige, Soldaten oder F√∂rster. Sei es der klassische Nussknacker aus dem Erzgebirge, die knuffigen Holzknackl, die sich in jede Deko einf√ľgen, oder die kunstvollen Miniknackl. Die Mini-Nussknacker k√∂nnen Sie wunderbar als Baumschmuck einsetzen. Suchen Sie einen ganz besonderen Nussknacker, der Sie nicht nur durch die Weihnachtszeit begleitet, schauen Sie doch mal in unsere Kategorie ‚ÄúK√§the Wohlfahrt exklusiv‚ÄĚ. Hier finden Sie Nussknacker-Figuren in exklusiven Editionen von u.a. bekannten erzgebirgischen K√ľnstlern. Wir w√ľnschen Ihnen viel Spa√ü beim St√∂bern.¬†