Baumschmuck

Fröhliche Weihnachten

Baumschmuck

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist Baumschmuck?
  • Der beliebteste Weihnachtsschmuck – die Weihnachtskugel
  • Glamour für den Weihnachtsbaum
  • Woher kommt der Brauch an Weihnachten den Baum zu schmücken?
  • Der Brauch der Weihnachtsgurke
  • Weihnachtsschmuck selbst basteln
  • Weshalb setzt man einen Stern auf die Spitze des Weihnachtsbaumes

Was ist Baumschmuck?

Im 20. Jahrhundert wurde Glasschmuck populär. Der Urgedanke, einen Weihnachtsbaum mit Kugeln aus Glas zu behängen, entstammt - so erzählt man sich - einem armen Glasbläser aus Lauscha. Die erste hinterlegte Bestellung von Christbaumkugeln wurde im Jahre 1848 verzeichnet. Diese stellte einen Auftrag dar, dessen Dimension gewerbliches Handeln vermuten lässt. Die moderne Christbaumkugel entstand und konnte von jedem Bürger käuflich erworben werden. Bis zum heutigen Tag steht der Ort "Lauscha" für qualitativ hochwertigen Christbaumschmuck aus Glas.

Leuchtmaterial und Lichterketten sind in unzähligen Varianten erhältlich und laden zum Träumen ein. Viele Weihnachtsliebhaber greifen dennoch auf echte Kerzen zurück. Ein Baum, der mit Echtwachskerzen geschmückt wird, sollte nicht unbeaufsichtigt bleiben. Allerdings kommen Lametta und Kugeln durch das natürliche Licht besonders zur Geltung. Ist das Deckenlicht ausgeschaltet und der Abend eingeläutet, liefert die Schönheit des Baumes Harmonie und unvergessliche Augenblicke im Kreis der Familie.

Ein Baum muss nicht immer glitzern. Wer es traditionell und gemütlich mag, kann sich Figuren aus Holz kaufen. Das Erzgebirge ist bekannt für die Herstellung diverser Weihnachtsartikel aus Holz. Besonders beliebt sind jene Figuren, die vergessene Berufe ausdrücken. Krippenfiguren und Engel sind schön anzusehen, wenn sie aus Holz gefertigt wurden.

In Amerika gibt es außergewöhnliche Christbaumfiguren. Dort werden Cupcakes, Clowns, Kaffeetassen und andere witzige Accessoires aus Glas gefertigt. Diese Dekoration ist sehr bunt und auf die Wichtigkeit des Weihnachtsfestes in Amerika abgestimmt. Zuckerstangen werden ebenso am Baum angebracht. Manche Familien stellen Popcornketten her, mit denen sie den Baum zur Weihnachtszeit verzieren.

Das wichtigste Accessoire ist die Christbaumspitze. Sie ist in vielen Farben und Formen erhältlich. Wird der Baum bunt gestaltet, sollte die Christbaumspitze ein schlichtes Design haben. Ihre Größe steht in Abhängigkeit zur Größe des Weihnachtsbaumes.

Der beliebteste Weihnachtsschmuck - die Weihnachtskugel

Zu dem wohl beliebtesten Weihnachtsschmuck gehört in der heutigen Zeit die Weihnachtskugel. Die Auswahl an Farben und Materialien ist unglaublich groß. Besonders edel sind Weihnachtskugeln aus Glas. Bei den Glaskugeln handelt es sich um die Klassiker am Weihnachtsbaum. Sie werden aus dünnwandigem Glas gefertigt, sodass die Zweige nicht allzu sehr beschwert werden und nach unten hängen. Die Gestaltungsmöglichkeiten bei Weihnachtskugeln aus Glas sind schier unendlich. Sie werden mit Lack, Glitzerstaub oder mit den verschiedensten weihnachtlichen Motiven versehen.
Als Alternative zu Weihnachtskugeln aus Glas bieten sich Kugeln aus Kunststoff an. Im Gegensatz zur Glasvariante bietet die Kunststoffkugel jedoch nicht diesen beeindruckenden Glanz. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind beim Kunststoff jedoch ebenso vielfältig wie beim Glasmodell.

Weihnachtsschmuck aus Holz

Neben strahlenden Glaskugeln und Kunststoffkugeln findet auch der Weihnachtsschmuck aus Holz großen Anklang. Denn die filigranen Figuren und Schnitzereien bieten am Christbaum einen besonders natürlichen Look. Egal ob einfache Sterne oder aufwändigere Formen, wie z. B. die Krippenszene - Weihnachtsschmuck aus Holz steht den Modellen aus Glas und Kunststoff in nichts nach.

Glamour für den Weihnachtsbaum

Vorbild für das traditionelle Lametta waren einst die Eiszapfen an Nadelbäumen. Für das Lametta, das so manchen Weihnachtsbaum zum Glitzern brachte, wird Stanniol verwendet, das geschmolzen, anschließend gegossen und gewalzt wird. Heutzutage erfreut sich das Lametta jedoch nicht mehr allzu großer Beliebtheit. Die feinen Fäden sind nämlich schwer aus dem Weihnachtsbaum zu entfernen. Und so weichen viele Kunden auf Girlanden aus Kunststoff zurück, die nach Weihnachten einfach wieder abgeschmückt werden können.

Woher kommt der Brauch an Weihnachten den Baum zu schmücken?

Die Tradition einen Weihnachtsbaum zu schmücken, geht auf den sogenannten Paradiesbaum zurück. Dieser wurde mit Äpfeln, Back- und Süßwaren oder mit gebastelten Dingen aus Papier bzw. Stroh geschmückt. Ein Brauch, der im 19. Jahrhundert zu der Bezeichnung "Zuckerbaum" führte. Zunehmend wurden Nüsse, Äpfel und andere Elemente vergoldet oder versilbert. Der Baum sollte edel wirken und den Raum mit seiner Schönheit zieren. Da es noch keine gewerblichen Anbieter von Baumschmuck gab, wurden die Elemente von den Familien hergestellt.

Der Ursprung des Christbaums

Der Christbaum im engeren Sinne ist erstmals für das 16. Jahrhundert belegbar und dürfte seinen Ursprung in den lutherisch geprägten, nördlichen Teilen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen haben, wo der Weihnachtsbaum die in römisch-katholischen Haushalten übliche Weihnachtskrippe ersetzen sollte. Bereits für den Anfang des 17. Jahrhunderts ist Christbaumschmuck aus Papier und Früchten belegbar. Im Rheinland hatte sich der Brauch wohl Mitte des 18. Jahrhunderts etabliert und wurde von den in Folge des Wiener Kongresses ab 1815 emigrierenden Preußischen Beamten und Mitgliedern der Oberschicht und des Adels weiterverbreitet. Henriette Alexandrine von Nassau-Weilburg brachte den Weihnachtsbaum dann bei ihrer Hochzeit mit Erzherzog Karl von Teschen bis nach Österreich. Ähnlich verhielt es sich bei anderen europäischen Adelshäusern, in die deutsche Adelige einheirateten. Infolge dieses Siegeszugs des Weihnachtsbaums wurde der Christbaum auch mehr und mehr von der römisch-katholischen Kirche akzeptiert und später sogar übernommen.

Nadelbäume und Baumschmuck

Dass die Wahl auf Nadelbäume fiel, hatte vermutlich zwei Gründe: Zum einen sind Nadelgewächse immer grün. Ferner soll die dreieckige Form an die Heilige Dreifaltigkeit erinnern. Zunächst mussten sich ärmere Haushalte, gerade im Stadtgebiet, allerdings noch mit einzelnen Zweigen begnügen, ehe dann Mitte des 19. Jahrhunderts große Tannen- und Fichtenwälder angelegt wurden. Etwa zu dieser Zeit entwickelte sich auch der Christbaumschmuck weiter. So wichen die Äpfel etwa Kugeln aus Glas, welche ab den 1870ern auch mit einer spiegelnden Schicht aus Silber versehen werden konnten. Kerzen, die als Symbole für Jesus als „Licht der Welt“ ohnehin mit Weihnachten in Verbindung standen, wurden als Baumschmuck ab dem 17. Jahrhundert verwendet, gehörten aber erst als durch die Entwicklung von Stearin (1818) und Paraffin (1837) preisgünstige Kerzen gefertigt werden konnten, in allen Gesellschaftsschichten zum traditionellen Christbaumschmuck. Bis zur Entwicklung von Kerzenhaltern um 1870 wurden die Kerzen meist mit Wachs direkt an den Ästen des Baums befestigt. Aus Sicherheitsgründen wichen sie später dann Lichterketten.

Der Brauch der Weihnachtsgurke

Ob die Weihnachtsgurke tatsächlich aus Deutschland stammt, sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall wird die Gurke in Amerika zu Weihnachten häufig als Christbaumschmuck eingesetzt und dieser Brauch nimmt auch in Deutschland zu.

Witziger Schmuck am Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsgurkenschmuck fristet in Deutschland eher ein Schattendasein, obwohl die Amerikaner schwören, dass es sich um einen deutschen Weihnachtsbrauch handelt. Viele Amerikaner haben diesen Brauch übernommen. Natürlich keine gewöhnliche Essiggurke aus dem Supermarkt, sondern vielmehr einen Christbaum-Anhänger aus Glas, der eben die Form einer Essiggurke hat. Es gibt diese „Christmas Pickles“ extra zu kaufen und sie werden sorgfältig im Christbaum versteckt. Am Heiligabend wird dann der Weihnachtsgurken-Schmuck gesucht, denn wer ihn zuerst entdeckt, darf seine Geschenke als erster auspacken und erhält ein zusätzliches Geschenk.

Hat die Weihnachtsgurke deutsche Wurzeln?

Historiker gehen davon aus, dass die Weihnachtsgurke als Christbaumschmuck vereinzelt in Bayern und in Thüringen genutzt wurde. Diese These ist nicht abwegig, denn die oberfränkische Glasbläserei von Gernot Weigelt besitzt noch heute eine uralte Form, mit der die Weihnachtsgurke um 1900 hergestellt wurde.

Diesen Baumschmuck gibt es mittlerweile in allen Größen und mit den verschiedensten Verzierungen. Matt oder glänzend und mit Glitzer oder Schnee. Im Moment erscheint es sicher etwas seltsam, zwischen Glaskugeln und Strohsternen eine Gurke aufzuhängen. Aber auf diese Weise entfällt wenigstens die Diskussion, wer als erster seine Geschenke auspacken darf.

Weihnachtsschmuck selbst basteln

Als Begleiter für die klassischen Weihnachtskugeln wird der Christbaum zusätzlich auch gern mit Selbstgebasteltem geschmückt. Dabei stehen vor allem Sterne hoch im Kurs. Hier können nicht nur die Formen variieren, sondern auch die verwendeten Materialien. Sehr beliebt sind z. B. die traditionellen Sterne aus Stroh. Sie sind einfach anzufertigen und wirken im satten Grün des Weihnachtsbaums besonders filigran.

Die Tradition des Bastelns von Strohsternen zu Weihnachten hat sich bis in die heutige Zeit gehalten und wird auch heute noch fortgeführt. Die Herstellung ist auch denkbar einfach, denn man benötigt lediglich ein wenig Stroh und einen Faden. Wer möchte, kann die Strohsterne auch mit Schleifenband und Perlen verzieren.
Ein weiteres beliebtes Material für gebastelten Christbaumschmuck ist Papier. Schon im 19. Jahrhundert wurden aus festem Tonkarton Figuren und Formen unterschiedlichster Art ausgeschnitten und an den Weihnachtbaum gehängt. Heute ist die Auswahl noch weitreichender. Allein im Internet findet man unzählige Anleitungen für Weihnachtsschmuck aus Papier. Die Adventszeit eignet sich schließlich besonders dazu, um sich mit der Familie zusammen zu finden und die Dekoration für Weihnachten selbst zu basteln.

Zu dem beliebtesten Baumschmuck gehört die Weihnachtskugel. Hier bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für individuelle Deko an. Für strahlende Effekte sorgen Glitzerpuder und Perlen. Dafür wird eine Weihnachtskugel einfach mit doppelseitigem Klebeband umwickelt. Anschließend kann man das Klebeband mit dem Glitzerpuder bestäuben. Überschüssiger Puder wird auf einem Papier aufgefangen und anschließend wieder in die Dose gefüllt. Mit einem Pinsel kann der Rand gesäubert werden und fertig ist die individuelle Weihnachtsdeko. Auch mit Lacken kann man kreativ werden. Matte Weihnachtskugeln werden zu besonders edlem Baumschmuck, wenn man elegante Motive mit einem Klarlack aufbringt. Verschiedenste weihnachtliche Formen, z. B. mit einem Motivstanzer ausgestanzt, können mittels eines ablösbaren Klebers auf den Kugeln angebracht werden. Anschließend übersprüht man sie mit einem Lack in ähnlicher Farbe. Nach dem Trocknen werden die Motive wieder abgezogen und es entsteht Weihnachtsdeko mit beeindruckender Optik.

Weihnachten ist die Zeit für Kerzenschein. Warum also nicht einfache Teelichter in echte Weihnachtsdeko verwandeln? Hierfür benötigt man lediglich ein paar Glasteelichter. Mit bunten Papierbordüren, Stoffbordüren oder Glitzerlackstiften können verschiedenste Muster auf das Glas aufgebracht werden. Ein wenig Kunstschnee im Teelicht sorgt für ein winterliches Flair. Zum Schluss noch die Kerze eingesetzt und schon hat man ein tolles Weihnachtsteelicht selber gebastelt.

Zu Weihnachten bei Kindern besonders beliebt ist das Plätzchenbacken. Doch Plätzchen können nicht nur genascht werden. Sie sind auch ein zuckersüßer Christbaumschmuck. Sticht man vor dem Backen mit einem Schaschlikspieß ein kleines Loch in die Plätzchen, kann man sie mit einem Faden am Weihnachtsbaum aufhängen. Die Plätzchen können auch aus Salzteig gefertigt und nach dem Backen mit Farbe verziert werden.

Weshalb setzt man einen Stern auf die Spitze des Weihnachtsbaumes?

Ob selbst gebastelt, in der Familie über Generationen vererbt oder jedes Jahr neu als stylisches Modell - er krönt im wahrsten Sinne des Wortes unseren Weihnachtsbaum: Der Stern.

Weihnachten ist das Fest der Liebe, auch der Liebe zum Schmücken. Schon Monate vorher wird in den Geschäften Christbaumschmuck in allen Variationen präsentiert. Viele lieben es traditionell in Rot, Silber und Gold, aber auch modisch bunte bis verrückte Deko hat inzwischen bei uns Einzug gehalten.
Kurz vor dem Fest ist es dann soweit: der Weihnachtsbaum wird ausgesucht. Neben der Höhe und schön gleichmäßigen Ästen gilt der Blick vor allem der Spitze. Denn sie muss einen besonderen Schmuck halten: Stern, Kugelspitze oder Engel. Aber wie kamen wir eigentlich dazu, unseren Baum mit einem Weihnachtsstern zu krönen?

Der Stern ist zum Symbol der Weihnachtsgeschichte geworden. Er steht für den Stern von Bethlehem, der die Heiligen Drei Könige zum Jesuskind leitete. Und er ist ein Symbol für die Hoffnung, die mit Jesus in die Welt kam. Eine schöne Legende erzählt, eine junge Hirtin hätte überlegt, was sie dem Jesuskind schenken sollte – sie besaß ja nicht viel. Als sie den Stern von Bethlehem sah, beschloss sie, ihn aus Stroh nachzubilden.
Während die Tradition geschmückter Tannenbäume schon im Mittelalter bekannt war, ist die Idee Sterne als Baumschmuck zu verwenden, erst in jüngerer Zeit entstanden. Die ersten Nachweise über ihre Verwendung stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Heute finden sich Sterne für die Baumspitze in den verschiedensten Materialien: vom einfachen Strohstern, über moderne Designs aus Glas, bis zu edlem Silber oder Gold. Neben der mehrzackigen Sternform wird er oft als Komet dargestellt. Was möglicherweise sogar historischen Tatsachen entspricht: Wissenschaftler vermuten, dass es sich bei dem astronomischen Ereignis um den Halleyschen Kometen handelte, der um 12–11 vor Christus die Erde passiert haben muss.

Für Kinder ist der Anblick der sternengeschmückte Spitze vielleicht genauso spektakulär wie der eines Kometen. Denn sie ist der krönende Abschluss des Weihnachtsbaumschmückens - und dann gibt es endlich Geschenke! Nach dem 6. Januar ist Schluss für Sterne und Baum. Das Fest der Heiligen Drei Könige ist traditionell der letzte Tag der Weihnachtszeit.