Baumschmuck aus Glas

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist Baumschmuck aus Glas?
  • Wann wurde gläserner Baumschmuck zum Weihnachtsbrauch?
  • Welche Schmuckelemente gehören zum Weihnachtsbaumschmuck?
  • Kleine Farbenkunde zum Baumschmuck für Weihnachten
  • Symbolik von Licht, Farben und Formen
  • Baumschmuck aus Glas bei Käthe Wohlfahrt

 

Was ist Baumschmuck aus Glas?

Gemäß älterer und jüngerer Weihnachtsbräuche behängen Menschen am Heiligabend einen Tannenbaum mit Sternen, Kugeln und anderem Schmuck. Seitdem Baumschmuck aus Glas in Form von Christbaumkugeln zum Weihnachtstrend wurde, entstehen alle erdenklichen Glasfiguren mit Aufhängerchen. Früher gab es ausschließlich mundgeblasene und handbemalte Varianten. Inzwischen bietet die maschinelle Produktion zauberhafte Varianten mit Lacken, versilbert und besprüht, glitzernd oder schlicht.

Die südthüringische Glasbläserstadt Lauscha beansprucht für sich die Erfindung erster Kugeln aus Glas. Fest steht zumindest, dass die Entwicklung des Baumschmucks aus Glas von Lauscha aus die Welt eroberte. Wenn auch die Figuren und Formen zerbrechlich waren: Sie erhellten zusammen mit Weihnachtsbaumbeleuchtung und Lametta oder Perlenketten den Raum auf besonders zauberhafte Weise. Auch zu Zeiten elektrischer Lichter funkelt und glitzert der gläserne Schmuck in der einfachsten Stube festlich.

Baumschmuck aus Glas bildet im Weihnachtsfest nur einen Teil des Weihnachtsschmucks. Es gehören außerdem eine hübsche Christbaumspitze, Lametta, Engelshaar oder Perlenketten sowie eine helle oder bunte Weihnachtsbaumbeleuchtung zum Gesamtschmuck. Wichtige Komponente ist für die Schmückenden die Farbzusammenstellung des Weihnachtsbaumschmucks. Denn einige „Weihnachtsfarben“ dürfen für eine stimmige Dekoration schon während der Adventszeit auch bei gläsernem Baumschmuck nicht fehlen.

Das Schmücken des Christbaums mit Weihnachtsschmuck und Weihnachtsbaumschmuck ist in vielen Familien alljährlich die wichtigste gemeinsame Aktivität.

Wann wurde gläserner Baumschmuck zum Weihnachtsbrauch?

Alte Aufzeichnungen beschreiben erste Aufträge für Weihnachtsschmuck und Baumschmuck aus Glas aus dem 19. Jahrhundert. Dort lässt sich nachweisen, dass die Glasbläser aus Lauscha (Südthüringen) zu arm für eigenen Christbaumschmuck waren. Also erfanden sie Christbaumkugeln, verspiegelten sie und verkauften sie für Lebensmittel und weiteres Arbeitsmaterial an potenzielle Abnehmer. Spätestens ab 1848 / 1850 begann mit dieser Idee ein weltweiter Siegeszug für Weihnachtskugeln und Christbaumspitzen.

Der Weihnachtsbrauch, einen immergrünen Nadelbaum am Heiligabend zu schmücken, ist weitaus älter. Zunächst hingen Gebäck und haltbare Lebensmittel am Baum. Dieser wurde mit Sternen aus Stroh geschmückt oder nur mit Schleifen versehen. Äpfel als ein Teil des Baumschmucks waren vermutlich die Vorlage für die Idee von Christbaumkugeln. Sie glänzten am Baum als Zeichen der Lebensfähigkeit und Fruchtbarkeit.

Mit dem aufkommenden Brauch der Weihnachtsbaumbeleuchtung erlebte aller Christbaumschmuck oder auch Weihnachtsbaumschmuck, der glänzte, eine Renaissance. Glas war für diesen Glanz wie geschaffen. Lackierungen und glitzernder Streuschmuck schmückten die Kugeln und andere Glasfiguren. Für den krönenden Abschluss oben auf dem Baum wurden feine gläserne Spitzen erfunden. Zusätzlich verstärkte Lametta das Funkeln und Glitzern zu Weihnachten.

 

Die elektrische Weihnachtsbaumbeleuchtung

Zeitgleich mit dem Welterfolg der Weihnachtskugeln entstanden elektrische Weihnachtsbaumbeleuchtungen. Mit Edisons Erfindung der nutzbaren Elektrizität wurde der Weihnachtsbaum das zentrale Dekoelement in der weihnachtlichen Stube weltweit. Nach und nach löste diese sichere Alternative die früher gefährlichen, brennenden Wachskerzen ab. Zusammen mit Kugeln aus Glas und anderem Baumschmuck wurde die Weihnachtsbaumbeleuchtung das Symbol der Helligkeit schlechthin – vor allem angesichts der Verwendung mitten in der dunkelsten Winterzeit.

Neuste Trends des Baumschmucks

Aktuell erlaubt der Weihnachtsbrauch des Baumschmucks neue Trends. Zum Weihnachtsfest der Freude können außer Kugeln auch Tierdarstellungen und abstrakte Symbole aus Glas als Christbaumschmuck verwendet werden. Aber auch heutzutage bleibt Rot die traditionelle Weihnachtsfarbe. Sie wiederholt sich bei Tischschmuck, Sternen für das Fenster und Kugeln für den Baum.

Beliebte Sonderstücke sind Christbaumkugeln als Weihnachtsschmuck in matt rot, die mit Widmungen oder Namen beschriftet wird. Fein winterlich wirken „geeiste“ Kugeln, also weiße Weihnachtskugeln aus Klarglas mit einem vollständigen oder teilweisen Überzug in Silber. Noch von den alten Traditionen stammen Glasvögel wie die Blaumeise mit einem Clip zum Befestigen auf den Baumzweigen.

Welche Schmuckelemente gehören zum Weihnachtsbaumschmuck?

Die Menge und Kombination des Schmucksortiments am Weihnachtsbaum ist Geschmackssache. Für viele Familien ist der Baumschmuck für Weihnachten Teil der Inneneinrichtung. Dementsprechend sorgfältig sollen Brauchtum und modische Trends aufeinander abgestimmt sein. Die folgenden Elemente sind besonders beliebt und oft seit vielen Generationen gleich:

Die Weihnachtskugeln

Christbaumkugeln in Rot, Gold, Silber oder nach jüngeren Trends in ungeschmücktem Klarglas werden auf jede Reihe Zweige des Nadelbaums gehängt. Die Rundung am Glas setzt zusammen mit der Zimmerbeleuchtung glanzvolle Lichtpunkte ringsum im Raum. Noch stärker ist dieser Glanz bei Verwendung einer Weihnachtsbaumbeleuchtung. Künstlerisch bemalte Einzelstücke oder personalisierte Weihnachtskugeln werden häufig als Überraschung für Familienmitglieder und Gäste am Weihnachtsfest aufgehängt.

Eine Sonderform der bemalten, bestreuten, lackierten oder schlichten Weihnachtskugeln sind Halbkugeln, sogenannte „Einstecher“. Mit einer Schamottform werden dabei in die noch heiße Kugelrundung eine spitz zulaufende Vertiefung oder ein konkaver Rundbogen „eingestochen“. Anschließend wird der Rand der Halbkugel mit Glitzerstreu verziert.

Eigentlich im Bereich der Glasfiguren ist das Christbaumherz einzuordnen. Es ist eine leicht veränderte Form traditioneller Weihnachtskugeln. Weihnachten wird als Fest der Liebe von Glasherzen in Rot, am besten mit Aufschrift (Name oder Widmung), besonders schön symbolisiert. Eine solch einzigartiges Weihnachtsherz ist auch zum Verschenken eine weihnachtliche Idee.

Beispielsweise eignen sich die personalisierten Varianten der Christbaumkugeln und Christbaumherzen als witzige Mitbringsel direkt am Heiligabend, dem Weihnachtsfest. Vor der Bescherung werden sie durch die eingeladenen Gäste heimlich oder offiziell am bereits geschmückten Baum platziert. Der Empfänger wird erst nach einer Weile auf den ungewöhnlichen Baumschmuck aufmerksam. Vor allem Familienmitglieder und Liebespaare nutzen diese romantische Weihnachtsidee als Zeichen der Wertschätzung.

Die Glasfiguren

Schon in den Anfängen der Glasbläserei entwickelten Glasbläser mit Hilfe zweiteiliger Schamottformen statt Kugeln auch Tannenzapfen (in Südthüringen auch „Kusteln“), Weihnachtsmanngesichter oder Vögel. Solche Figuren wurden anschließend bemalt oder bestreut, geeist oder lackiert. Sie lockerten das ansonsten einheitliche Schmuckbild der Weihnachtskugeln auf. Vielfach entstanden zusätzlich gläserne Anhänger, oder es wurde der Schmuck von Sternen aus Stroh ergänzt.

Mit den Möglichkeiten der maschinellen Herstellung gibt es bei Glasfiguren als Baumschmuck kaum Grenzen für die Kreativität von Glasbläsern. Es können prächtige Glasvögel oder andere für den Winter bekannte Tiere maschinell geblasen werden. Trends bei Baumschmuck aus Glas sind die Mainzelmännchen, das Sandmännchen, Die Maus, Häuserdarstellungen oder Märchenfiguren.

Einem alten Weihnachtsbrauch sind gläserne Trompeten entlehnt. Diese Trompeten wurden von Meistern der Glaskunst von Mund geblasen, geformt und vor dem Erkalten der Glasmasse mit feinen Stimmblättchen versehen. Für die Kinder dieser Zeit war es so zu Weihnachten möglich, den Christbaumschmuck auszuprobieren. Modern hergestellte Instrumente wie Horn oder Trompete sehen ähnlich filigran aus.

Glasfiguren sind meist sehr detailreich gestaltet. Sie allein würden den Weihnachtsbaum an Motivvielfalt eher überfrachten. Deshalb werden von solch kunstvollen Einzelstücken nur wenige in den Zweigen platziert.

Lametta und anderer Baumbehang

Lametta war wenige Jahre nach Erfindung der Weihnachtskugeln eine fränkische Idee. Die Menschen hier erlebten Weihnachten tief verschneit und in silbernem Glanz unter dem Vollmond. So wurden schmale, silberglänzende Streifen als Baumbehang entwickelt. Silber blieb bis zum Ende des 20. Jahrhunderts die einzig verfügbare Farbe von Lametta als Christbaumschmuck.

Dann wurde erstmals goldenes Lametta angeboten. Nun konnten die Familien zu Weihnachten den Baum passend zur Farbe der Weihnachtskugeln mit zusätzlichem Glanz schmücken. Allerdings hat sich der Trend zum Baumbehang in den letzten Jahrzehnten mehrfach verändert. Es gibt nun Alternativen, um zum Weihnachtsfest den Glanz am Baum zu verstärken.

Engelshaar sind weiße Fäden aus Glaswolle. Sie werden sparsam außen von den Zweigen des Christbaums herabgelassen. Bei Einschalten der Weihnachtsbaumbeleuchtung bilden sich schimmernde Lichtkreise zwischen den Strähnen. Statt glitzernder Weihnachtspracht taucht das Zimmer dadurch in eine sanfte Stimmung ein.

Weniger opulent und für puristische Geschmäcker gut geeignet sind Schleifen als Weihnachtsbaumschmuck. Zusammen mit Sternen und Kugeln am Weihnachtsbaum können zusätzlich Anhänger mit persönlichen Grüßen an den Schleifen angebracht sein. Wie bei Weihnachtsherzen und ähnlichen Mitbringseln dienen sie zu Weihnachten einer besonderen, kleinen Freude für liebe Menschen.

Die Christbaumspitze

Die gleichen Menschen, die für Weihnachten Weihnachtskugeln aus Glas erfanden, dachten sich für die Krönung des Weihnachtsbaumes eine Spitze aus. Sie wurde in der Form und Farbe der damaligen Christbaumkugeln gestaltet. Zunächst konnten sich nur reiche Familien diesen prunkvollen Christbaumschmuck aus Glas leisten. Der reichen Kundschaft entsprechend waren Christbaumspitzen bald eine eigene Manufakturkunst.

Die klassische Christbaumspitze besteht aus einer oder zwei besonders großen Weihnachtskugeln. Aus dem unteren Ende ragt ein offenes Stabstück. Dieses wird über die Spitze des Weihnachtsbaums gestülpt. Oben schließt der Schmuck mit einer langen Spitze ab. Zusätzlich sind Einstechungen in den Kugeln, seitliche Anhänger für weiteren Christbaumschmuck oder gänzlich fantasievolle Spitzenformen möglich.

Die Weihnachtsbaumbeleuchtung

Die erste Weihnachtsbaumbeleuchtung waren Wachskerzen. Sie wurden auf Halterungen in den Baum gesteckt und am Heiligabend entzündet. Zahlreiche Brandunfälle entstanden durch diesen Weihnachtsbrauch. Auch deshalb tüftelte Edison an einer Beleuchtungschance ohne Brandgefahr. 1882 stellte dieser aller Welt die erste elektrische Lichterkette an seinem eigenen Weihnachtsbaum vor.

Noch lange konnten sich die Normalbürger weltweit die teure Elektrizität nicht leisten. Dennoch war Weihnachten erst mit der Weihnachtsbaumbeleuchtung am Heiligabend perfekt. Mit zunehmender Industrialisierung verbreiteten sich weiße und bunte Glühbirnen als besonderer Baumschmuck weltweit. Als Strom bezahlbar wurde und das Stromnetz sich immer besser verbreitete, wurden Wachskerzen fast gänzlich von elektrischer Beleuchtung am Weihnachtsbaum abgelöst.

Aktuell sind als Beleuchtung zum Baumschmuck deutlich energiesparende Beleuchtungen verfügbar. Warmweiß scheinende Glühbirnen oder aus Kunststoff mit LEDs geformte Kerzenimitate können auch durch LED Lichterketten in Weiß, bunt oder mit Farbwechsel ersetzt werden.

Kleine Farbenkunde zum Baumschmuck für Weihnachten

Traditionell sind Speisen, Dekorationen und Christbaumschmuck speziell zu Weihnachten fast überall in gleichen Farben gestaltet. Teilweise hat diese Farbe in Glas und anderen Materialien eine Symbolik gemäß der Weihnachtsgeschichte. Doch längst wird die eigentliche Symbolik nach individuellem Geschmack auch Trendvorstellungen angepasst:

Baumschmuck in Rot

Rot symbolisiert laut dem religiösen Hintergrund der Weihnachtsgeschichte das Leiden, das dem zu Weihnachten neu geborenen Jesus Christus bevorstand. Doch Rot ist auch die Farbe der Liebe. Das „Fest der Freude“ gilt weltweit auch in nichtchristlichen Religionen als besonders liebevolle Zeit. Wegen der dekorativen Farbharmonie wird Christbaumschmuck in Rot fast immer mit Sternen oder Kugeln oder wenigstens Deko-Komponenten in Grün ergänzt.

Rot stellt farblich einen angenehmen Kontrast zu den sonst kühlen Winterfarben dar. Anhänger in Rot sind beispielsweise als Weihnachtsherz geformt und mit weißer Schrift personalisiert. Rot ist auch die Kleiderfarbe des heiß ersehnten Weihnachtsmannes. Für ersten Baumschmuck aus Glas war Lack für die Christbaumkugeln in Rot die preiswerteste Chance für die Veredelung zu Verkaufszwecken.

 

Baumschmuck in Grün

Immergrüne Pflanzen wurden lange vor dem Einzug des Weihnachtsbaums als Hoffnungssymbol im Winter aufgehängt oder aufgestellt. Grün sind beispielsweise die Zweige der Mistel, die traditionell in England über Türen gehängt wird. Grün sind auch die Zweige der „Rose von Jericho“, die sich zu Weihnachten bei geringer Wasserberührung entfaltet. Auch der rot-grüne Weihnachtsstern symbolisiert Weihnachten. Grün taucht bei gläsernem Christbaumschmuck fast immer in Kombination mit Rot auf.

Anhänger aus Glas mit grüner Lackierung finden sich auch bei den Glasfiguren wieder. Grün und Rot schmücken bei vielen Dekorationen eine Darstellung mit goldenen Sternen. Aber selbst schlichter Baumschmuck strahlt am Grün des Weihnachtsbaumes lebendig. Grün wiederholt sich außerdem in den Zweigen von Adventskränzen und einigem Fensterschmuck der Adventszeit.

Baumschmuck in Gold

Gold war schon immer eine Farbe der Mächtigen. Bezogen auf die Weihnachtsgeschichte sind Dekoelemente wie Anhänger aus Gold Symbol für die königliche Kleidung der Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland. Diese beschenkten einst den neugeborenen Jesus Christus mit Weihrauch, Myrrhe und Gold. Der Glanz jener Geschenke ging in der Vorstellung der Menschen auch vom Gold der Gewänder aus.

Weihnachten bekommt durch goldene Anhänger, mit goldfarbenen Sternen und Weihnachtskugeln eine festliche Note. Gold kommt wegen seiner lichthellen Ausstrahlung auch für Glasfiguren zum Einsatz. Wer mag, schmückt zusätzlich seinen Weihnachtsbaum mit goldfarbenem Lametta. Selbst beim Weihnachtsgeschirr und der Tafeldekoration dürfen mindestens goldige Serviettenringe oder Weihnachtsengel mit vergoldeten Flügeln nicht fehlen.

 

Baumschmuck in Weiß

Weiß ist ihrer Symbolik nach, die Farbe der Unschuld, aber auch des Winters. Adventskerzen und die Lichter am Weihnachtsbaum werden häufig in Weiß gewählt. Vor allem im Kontrast zu Rot und Grün wirkt der so dekorierte Raum dadurch heller. Weihnachtsengel und das Christkind sind in weißen Gewändern mit goldenen Stickereien dargestellt.

Bei Adventskerzen symbolisieren weiße Kerzen auch die Farben der Adventswochen. Außer am dritten Adventssonntag werden sie entweder in Rot oder dem schlichten Weiß angezündet. Übrigens erweist sich die Kombination der sonstigen Weihnachtsfarben mit weißer Dekoration als verkaufsfördernd im Winter.

Baumschmuck in Violett

Ursprünglich ist Violett eine rein religiöse Weihnachtsfarbe. Fast nur Kerzen aus Violett gibt es in aktuellen Weihnachtstrends. Denn im Vergleich zu den anderen Weihnachtsfarben ist Violett eine zurückhaltende Nuance. Das entspricht ihrer Bedeutung als Symbol für Umkehr und Buße.

Eher als Ausnahme lassen sich große Weihnachtskränze mit einer violetten Kerze bestaunen. Manchmal ist die Farbe auch noch blasser, und zwar rosarot am dritten Adventssonntag. Bei gläsernem Baumschmuck wird Violett höchstens ergänzend verwendet, beispielsweise bei Vogelfedern oder gläsernen Häuserfronten.

Symbolik von Licht, Farben und Formen

Weihnachtsbaumschmuck aus Glas stellt traditionell eine Ausnahmesituation im Jahr dar. Er wird prunkvoll geschmückt und glitzernd beleuchtet. Für die Erfinder von Christbaumkugeln bedeutete Licht besonders viel. Denn sowohl in ihrem winterlichen Leben als auch wetterbedingt war Licht Mangelware.

Das Lauscha jener Erfindertage war stets tief verschneit. Die Menschen hielten „Lichterstuben“ ab, um Heizmaterial und Licht zu sparen. Spätestens zu Weihnachten wurde oft ein Weihnachtsbaum für mehrere Familien geschmückt. Ohne religiösen Hintergedanken freuten sich auch die armen Menschen einfach über so viel Helligkeit in diesen frostigen und düsteren Tagen.

Heutzutage freuen sich Menschen in den meisten Regionen einfach nur an der Farbenpracht. Aber scheinbar sind traditionelle Kombinationen aus Form und Farbe über Generationen weitergegeben. Beim Adventseinkauf werden typisch weihnachtlich ausgestattete Geschäfte besser frequentiert als eher neutral geschmückte.

Die Formen beim Baumschmuck aus Glas kombinieren traditionelle Schmuckformen mit trendigen Neuheiten. Traditionell sind Tannenzapfen und Weihnachtskugeln, Glasvögel mit Clips oder gläserne Blasinstrumente. Trendig sind die zahllosen neuen Figuren, etwa Wintertiere und Werbefiguren, künstlerische Miniaturdarstellungen von Häusern oder echte Scherzformen.

Eine solche Scherzform mit Welterfolg ist die „Weihnachtsgurke“. Diese geblasene Trendform von Christbaumschmuck ist wie eine Salzgurke geformt. Sie wird heimlich in den Zweigen am Weihnachtsbaum versteckt. Wer sie vor der Bescherung am Heiligabend zuerst findet, bekommt als Erster sein Geschenk. Vor allem den Kindern macht dieser neue Weihnachtsbrauch große Freude.

Baumschmuck aus Glas bei Käthe Wohlfahrt

Weihnachtsbaumschmuck aus Glas löste vorher üblichen Baumbehang mit Nüssen, Obst und Sternen beinahe vollständig ab. Außer Weihnachtskugeln entstanden inzwischen traditionelle und trendige Figuren aus Glas, teilweise auch der Werbewelt nachempfunden. Einige Schmuckvarianten eignen sich besonders gut als Überraschungsgeschenk, beispielsweise Weihnachtskugeln oder Weihnachtsherzen mit persönlicher Inschrift. In unserem Shop finden Sie Baumschmuck aus Glas in hoher Qualität in liebevoll hergestellten Formen und Variationen.